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Unter die Erde beim Tag des Offenen Denkmals


12.09.05, Pressemitteilung
Bis zum letzten Tag stieg in diesem Jahr die Zahl der Veranstalter, und jeden Tag konnte das koordinierende Landesdenkmalamt Berlin auf neue Programmangebote im Internet hinweisen: Über 335 Möglichkeiten gab es am Wochenende, in Berlin Denkmale kennen zu lernen, weit mehr als in den Jahren zuvor. Über 60.000 Berliner und auch viele Besucher, die extra für das lange Denkmalwochenende anreisten, nutzten diese Chance.

 Flakbunker im Humboldthain Zum diesjährigen Schwerpunktthema „Krieg und Frieden“ zog es viele Denkmalfreunde in den Untergrund und in die zahlreich geöffneten Bunkeranlagen. Sowohl der Verein Berliner Unterwelten, der gleich fünf Bunkeranlagen öffnete, als auch die BVG (vergessene U-Bahnhöfe in Kreuzberg) meldeten volles Haus. Früh ausgebucht war auch der von Fremdarbeitern errichtete Hochbunker in der Pallassstraße (Schöneberg). Der Verein Theater und Kultur in Denkmälern (TuKiD e.V.), der den Lichtenberger Hochbunker in der Zwieseler Straße erstmals zugänglich machte, bat die Hotline, wegen der langen Warteschlangen keine weiteren Besucher zu schicken. Schulprojektgruppen bereiteten zusätzlich Ausstellungen und Vorführungen in einigen Bunkern vor.

Weitere Highlights waren der für Forschungszwecke errichtete Schwerbelastungskörper an der Kolonnenbrücke, der ehemalige Militär-Haferspeicher in Tempelhof, der für die Hochschule für Musik umgebaute Marstall am Schlossplatz und die Parochialkirche, wo ausnahmsweise die Gruft besichtigt werden konnte. Gemeinsam machten sich viele Besucher im Wedding und in Oberschöneweide auf den Weg, wo das Quartiersmanagement Kiezrundgänge organisiert hatte. Längst nicht alle Besucher konnten ihr eigentliches Wunsch-Denkmal sehen, etwa das Neue Museum oder Schloss Schönhausen, die sich besonders großer Nachfrage erfreuten. Denn Führungen durch Baustellen oder beengte Anlagen sind oft nur nach Anmeldung für kleine Gruppen möglich. Doch war die Auswahl groß genug für alle.

Landeskonservator Prof. Haspel zeigte sich sehr zufrieden mit diesem Tag des offenen Denkmals: „Obwohl wir den Denkmaltag in diesem Jahr mit „Krieg und Frieden“ einem sehr ernsten Thema gewidmet hatten, war die Beteiligung auf Seiten der Aktiven wie der Besucher enorm. Über diese ausgezeichnete Resonanz freue ich mich sehr, besonders darüber, dass so viele Kinder und Jugendliche aktiv an der Gestaltung des Denkmalwochenendes mitmachten.“

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