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Archäologische Grabungen in Mitte - Ein neuer Platz entsteht


05.03.07, Pressemitteilung
Die Senatsbaudirektorin, Regula Lüscher hat heute den ersten Spatenstich auf dem Petriplatz sowie die Eröffnung einer Bauzaunausstellung vollzogen. Auf dem seit Jahrzehnten im Stadtbild nicht mehr sichtbaren Petriplatz werden ab sofort archäologische Ausgrabungen stattfinden, anschließend entstehen in direkter Nähe des Platzes neue Baufelder. Die Wiederbelebung des Petriplatzes ist Teil des Stadtumbaus der Breiten Straße sowie des Straßenzuges Leipziger Straße - Spittelmarkt - Mühlendamm.

Senatsbaudirektorin Regula Lüscher: "An der verkehrsumtobten Gertraudenstraße lag einst das historische Zentrum der Doppelstadt Berlin-Cölln. Sichtbar ist der vermutlich älteste Platz Berlins schon seit langem nicht mehr. Das heutige Erscheinungsbild des Stadtraumes um den Petriplatz ist Ergebnis der Kriegszerstörungen sowie der Abrisse und Neubebauung der sechziger Jahre. Auf Basis des Planwerks Innenstadt verändern wir diesen damals verwirklichten Städtebau: Hier am Petriplatz schaffen wir einen attraktiven öffentlichen Raum mit urbanen Qualitäten, der die historischen Zusammenhänge wieder erlebbar macht. Denn neue urbane Plätze werten die Innenstadt auf und machen sie als Wohnort noch attraktiver."

Im Herbst 2007 wird sich zum 770. Mal die Ersterwähnung Berlins jähren: Am 28. Oktober 1237 wurde Symeon, Pfarrer der Petrikirche zu Cölln, als Zeuge in einer Urkunde benannt. Die Fundamente des Kirchenbaus in dem er wirkte, und von mehreren Nachfolgebauten werden jetzt ausgegraben. Nachdem im ältesten Teil Berlins zur 750-Jahrfeier bis 1987 das Nikolaiviertel neu bebaut wurde, wird jetzt das Petriviertel zwischen dem ehemaligen Staatsratsgebäude und der Gertraudenstraße in Anlehnung an die historische Bebauung neu gestaltet.

Die archäologischen Grabungen am Petriplatz - im historischen Siedlungskern von Alt-Cölln - sind der dritte Baustein nach der Umgestaltung des Friedrichswerder und der Neubebauung am Spittelmarkt, das Planungsgebiet zwischen Leipziger Straße und Mühlendamm städtebaulich aufzuwerten.

Hierzu werden Baufelder ausgewiesen und neue Parks und Plätze angelegt. Bebauungsmöglichkeiten und neue Freiflächen ergänzen einander. Sie schaffen ein räumliches Gefüge, das an die historischen Qualitäten des Ortes anknüpft und erhöhen die Aufenthaltsqualität für Bewohner und Nutzer.

Es ist geplant, den Petriplatz und seine Randbebauung in historischer Kontur, aber in zeitgemäßer Gestaltung neu entstehen zu lassen. Für die Rückgewinnung dieses Stadtraumes werden Straßen umgebaut und Leitungen verlegt, neue Baufelder entstehen. Die Veräußerung neu gewonnener Bauflächen trägt zur Finanzierung bei.

Mit den archäologischen Grabungen werden die Spuren von Alt-Cölln freigelegt, einem der verschütteten Ursprungsorte der mittelalterlichen Doppelstadt Berlin-Cölln. Die Grundmauern der Petrikirche und des Rathauses befinden sich noch im Boden, wie auch die Gräber der ältesten Cöllner. Vor der Neugestaltung des Areals werden die Zeugnisse der Vergangenheit wissenschaftlich untersucht und die Funde geborgen.

Aus diesem Anlass informiert eine Bauzaunausstellung über die geschichtlichen Hintergründe des Ortes und die Arbeiten der archäologischen Denkmalpflege. Darüber hinaus informiert die Ausstellung über die städtebaulichen Planungen, die Projekte für die Neugestaltung der Straßenräume und über den geplanten Wettbewerb zur Gestaltung des Petriplatzes. Die Gestaltung von Platz und Grünfläche soll die Spuren vergangener Zeitschichten widerspiegeln.

Das vorhandene Straßennetz wird mit dem Rückbau der Breiten Straße, der Erneuerung der Scharrenstraße, der kleinen Gertraudenstraße und der Friedrichsgracht neu gestaltet. Erschließungsstraßen werden neu angelegt und der Petriplatz als öffentlich nutzbarer Freiraum gestaltet.



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