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Linienstraße als Fahrradstraße vorgestellt


07.08.08, Pressemitteilung
Die Berliner Staatssekretärin für Verkehr und Stadtentwicklung, Maria Krautzberger, stellte heute gemeinsam mit dem Baustadtrat des Bezirks Mitte, Ephraim Gothe, der Vorsitzenden des ADFC, Sarah Stark, sowie dem Fahrradbeauftragten des Landes Berlin, Benno Koch, Interessierten die neue Fahrradstraße Linienstraße vor.

Fahrradstraßen sind ein zentrales Element des städtischen Verkehrs, insbesondere in den innerstädtischen Quartieren. Maria Krautzberger: "Fahrradstraßen sind ein wichtiger Baustein der Radverkehrsstrategie des Berliner Senats. Sie gewährleisten mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Mit der Einrichtung dieser Straßen wollen wir noch mehr Berlinerinnen und Berliner zum Radfahren animieren. Allein im ersten Halbjahr 2008 ist der Radverkehr gegenüber dem Vorjahr um 9% gestiegen. Und wir hoffen sehr, dass dieser Trend noch weiter anhalten wird. Wir werden deshalb weitere Fahrradstraßen einrichten. Beispielsweise werden wir die Max-Beer Straße und die Rochstraße in Mitte entsprechend neu gestalten."

Ephraim Gothe: "Ich freue mich, dass eine weitere bedeutende Straße der Spandauer Vorstadt rundum erneuert werden konnte. Mit der Ausweisung als Fahrradstraße leisten wir einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität in diesem Wohnquartier."

Die Linienstraße ist Teil eines Gesamtkonzepts für die Spandauer Vorstadt, dass im Jahr 2003 gemeinsam mit der IHK entwickelt wurde. Das Konzept berücksichtigt verschiedene verkehrsrelevante Aufgabenbereiche, wie die Straßenraumgestaltung oder die Fahrradroutenkonzeption sowie den ÖPNV, den Wirtschaftsverkehr, die übergeordnete Verkehrsplanung und die Städtebau- und Sanierungsplanung. Grundlage für die verkehrlichen Verbesserungen ist ein abgestuftes Geschwindigkeitskonzept, das die Linienstraße und die Max-Beer-Straße/Rochstraße als Fahrradstraßen ausweist.

Mit der Fertigstellung der Linienstraße ist eine wesentliche Verbesserung für den Radverkehr in dem Gebiet entstanden. Die Linienstraße verläuft parallel zur stark befahrenen Torstraße, die nahezu keine Radverkehrsanlagen aufweist. Die Linienstraße ist damit eine wichtige Alternative für Radfahrer. Eine planerische Herausforderung war die Einbindung des Radverkehrs am Knotenpunkt Friedrichsstraße / Oranienburger Straße. Hier ist keine direkte Einmündung der Linienstraße in diesen Knotenpunkt vorgesehen. Über eine zusätzliche Radfahrerfurt kann man aus der Friedrichsstraße direkt auf die Platzfläche an der Einmündung der Linienstraße in die Oranienburger Straße fahren. Diese ist als Fußgängerbereich mit dem Zusatzzeichen Radfahrer frei gekennzeichnet. Auch die Ausfahrt aus der Linienstraße ist zusätzlich zur Verkehrsführung direkt über die Platzfläche zur Aufstellfläche vor der Ampel möglich.

Für den Radverkehr wurde außerdem an der Zufahrt der Oranienburger Straße zur Friedrichstraße ein aufgeweiteter Radaufstellstreifen angeordnet, der es den Radfahrern ermöglicht, sich vor dem Kfz -Verkehr auch als Linksabbieger aufzustellen. Damit fahren die Radfahrer noch vor dem motorisierten Verkehr in den Kreuzungsbereich und der Konflikt zwischen linksabbiegendem Radverkehr und rechtsabbiegenden Autofahrern wird vermieden.

Die Gesamtkosten des Umbaus der Linienstraße betrugen 3,5 Millionen Euro.

In Fahrradstraßen gelten die Vorschriften über die Benutzung von Fahrbahnen, abweichend davon dürfen alle Fahrzeuge nur mit mäßiger Geschwindigkeit, Radfahrer auch nebeneinander fahren. Kraftfahrzeuge dürfen Fahrradstraßen jedoch nur nutzen, wenn es sich um Anlieger handelt und die Erlaubnis durch ein Zusatzschild ausgewiesen wird.

Auch an anderen Stellen Berlins wurden in den letzten Jahren Fahrradstraßen eingerichtet. Beispielsweise wurden die Alberichstraße in Marzahn, die Schwedter Straße, die Norweger Straße und die Choriner Straße im Prenzlauer Berg sowie die Prinzregentenstraße in Wilmersdorf und die Bergmannstraße in Kreuzberg umgebaut.


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