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Facharbeitsgruppe Schulraumqualität legt Ergebnisbericht für eine moderne Schule vor


10.02.17, Pressemitteilung
Gemeinsame Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie sowie der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen

Bildungssenatorin Sandra Scheeres und Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher nahmen heute den Ergebnisbericht der Facharbeitsgruppe Schulraumqualität entgegen.


Die interdisziplinäre Facharbeitsgruppe (FAG) aus rund 70 Expertinnen und Experten war im September 2016 auf Initiative der Bildungssenatorin eingerichtet worden, weil Berlin aufgrund seiner steigenden Schülerzahlen in den kommenden Jahren rund 30 neue Schulen benötigt.
 
„Der notwendige Neubau zahlreicher Schulen ist ein guter Anlass, sich mit Fragen der räumlichen Voraussetzungen für eine moderne Pädagogik auseinanderzusetzen. Zentrale Gesichtspunkte sind dabei die Ausrichtung am Ganztag, die inklusive Bildung und die Gestaltung von Schulen als Lern- und Lebensort“, sagt Bildungssenatorin Sandra Scheeres.
 
„Es ist eine große Herausforderung für die Bauverwaltung und für alle Beteiligten, die neu erarbeiteten Raumprogramme in kurzen Zeiträumen mit Architektinnen und Architekten und Ingenieurinnen und Ingenieuren in realisierbare Pläne zu übersetzen und anschließend Baufirmen zu beauftragen, die entsprechend der gewachsenen Anforderungen diese Schulen bauen. Wir nehmen die Herausforderung gern an, denn Schulen, in denen Kinder gern und gut lernen können, sind wichtig“, sagt Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher.
 
Im Ergebnis stehen die Vorschläge der FAG Schulraumqualität für eine konsequente Abkehr der klassischen „Flurschulen“ des 19. und 20. Jahrhunderts und für die Entwicklung von Berliner Lern- und Teamhäusern. Das neue Konzept dieser Berliner Lern- und Teamhäuser soll durch eine stärkere Clusterung von Räumen zu funktionalen Einheiten eine bessere Umsetzung zeitgemäßer pädagogischer Anforderungen wie inklusive und ganztägige Bildung ermöglichen. Es begünstigt durch die systematische Aufteilung des Schulbaukörpers in sogenannte Compartments auch eine schnell umsetzbare modulare Bauweise, die die Abstimmungs- und Planungsprozesse deutlich vereinfachen und verkürzen kann.
 
Die Empfehlungen der FAG bündeln bestehende Standards, berücksichtigen aktuelle Festlegungen des Senats zum Schulbau und machen diese in Form einer Typisierung als Berliner Lern- und Teamhaus transparent. So sind zum Beispiel bereits heute Richtwerte für inklusiv arbeitende Schwerpunktschulen im Bestand im gültigen Musterraumprogramm vorgesehen. Im Berliner Lern- und Teamhaus ist die inklusive Beschulung dagegen grundsätzlich Standard.

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