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Stadtumbau- und Sanierungsgebiet Frankfurter Allee Nord - Standortkonferenz am 22. August 2017


23.08.17, Pressemitteilung
Die Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Katrin Lompscher, lud in gemeinsamer Initiative mit dem Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Vertreterinnen und Vertreter mehrerer Senatsverwaltungen, Bundesbehörden und des Bezirksamtes Lichtenberg sowie öffentliche Nutzer für den 22. August 2017 zu einer ersten Standortkonferenz ein, bei der vor allem die komplexe Problemlage des Areals des ehemaligen Ministeriums für Staatssicherheit im Bezirk Lichtenberg im Mittelpunkt stand.

Senatorin Lompscher: „Ein Ergebnis dieser Standortkonferenz ist ein erster Konsens über die zukünftige Nutzung, welche in der Errichtung eines gemeinsamen Archivzentrums des  Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik und dem Bundesarchiv sowie der Ansiedlung weiterer verwandter Nutzungen aus den Bereichen Kultur, Bildung und Gewerbe bestehen soll. Weitere Wohnungen und Unterbringung von Flüchtlingen soll es auf dem Gelände nicht geben. Für eine schrittweise Umsetzung ist notwendig, schnell einen Sanierungsfahrplan festzulegen, der zunächst Kosten und Finanzierungspläne für die öffentlichen Nutzungen beinhaltet. Es ist mir außerdem wichtig, schon bald zu einer nächsten Gesprächsrunde mit weiteren Eigentümern und Nutzern einzuladen und auch die Öffentlichkeit in die  aktuellen Planungen einzubeziehen.“
 
Bereits seit 2011 ist der sogenannte MfS-Block eine der vier festgelegten Sanierungsinseln im Stadtumbaugebiet Frankfurter Allee-Nord im Bezirk Lichtenberg und eine Reihe von Einzelmaßnahmen konnten bereits durchgeführt werden. Angesichts der Größe des Areals, der komplizierten und teilweise denkmalgeschützten Bausubstanz sowie den heterogenen Nutzungen ist eine abgestimmte, zukunftsfähige Standortentwicklung erforderlich, um die Potenziale des historisch bedeutsamen Standorts mit weiteren Nutzungen für Bildung, Forschung und Erinnerung zu verbinden. Der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU), Roland Jahn, engagiert sich seit Jahren dafür, einen „Lernort für Demokratie“ hier zu etablieren. Im Ergebnis waren sich die Beteiligten der Standortkonferenz einig, dass dieser Vorschlag der zeitgeschichtlichen Bedeutung des Orts gerecht wird und sich gut mit den Erweiterungsplänen des Archivzentrums verbinden lässt.
 
Die Senatsverwaltungen, der Bezirk Lichtenberg sowie die Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen wollen mit Unterstützung anderer Institutionen und Fachbereiche den „Lernort - Campus für  Demokratie“ entwickeln. Senatorin Katrin Lompscher: „Zunächst werden wir dazu ein Standortmanagement einrichten. Das Gebiet soll zukünftig besser zugänglich sein ohne seinen authentischen Charakter zu verlieren – das wird aber Zeit brauchen. Die Standortkonferenz hat deutlich gezeigt, dass es viel Abstimmungs- und großen Handlungsbedarf gibt. Aber schon heute gibt es erste Umsetzungsschritte. So zum Beispiel für die Frankfurter Allee 187. Das Nutzungskonzept für Kunst und Kultur dort ist bereits realisierungsreif.“
 
 
 


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