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Senat überprüft Quartiersmanagement-Kulisse


11.06.18, Pressemitteilung
Seit 1999 setzt Berlin in sozial benachteiligten Gebieten mit Erfolg das Instrument das Quartiersmanagement (QM) ein. Die QM-Verfahren sind dabei immer zeitlich befristet, der Umsetzungsstand wird in regelmäßigen Abständen überprüft.

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen hat nun die Zielerreichung in 16 potentiellen Verstetigungsgebieten gutachterlich überprüfen lassen. Im Ergebnis werden die folgenden neun Gebiete Ende 2020 aus der Sonderförderung entlassen: Mariannenplatz, Werner-Düttmann-Siedlung (Friedrichshain-Kreuzberg), Ackerstraße (Mitte), Körnerpark, Schillerpromenade, Lipschitzallee/ Gropiusstadt (Neukölln), Mehrower Allee, Marzahn-Nord (Marzahn-Hellersdorf), Bülowstraße/ Wohnen am Kleistpark (Tempelhof-Schöneberg).
 
Für drei weitere Gebiete ist eine Veränderung der Gebietskulisse geplant: Die Gebiete Richardplatz-Süd und Ganghoferstraße in Neukölln sollen, analog zum gleichnamigen Planungsraum, zum QM Rixdorf zusammengefasst werden. Das QM Beusselstraße in Mitte soll auf die Planungsräume Huttenkiez und Beusselstraße fokussiert werden.
 
Die Mittel aus dem Förderprogramm der Sozialen Stadt laufen noch regulär bis Ende 2020. Bis Ende 2024 können bei Bedarf Projekt- und Baufonds-finanzierte Projekte weiterfinanziert werden.
 
Dazu Senatorin Katrin Lompscher: „Die weitgehende Zielerreichung in neun QM-Gebieten zeigt: Das Quartiersmanagement wirkt. Berlin setzt mit der Städtebauförderung darum auch zukünftig auf Vor-Ort-Büros, intensive Bürgerbeteiligung und eine Kombination aus investiven und sozio-integrativen Projekten. In der nun beginnenden Überleitungsphase geht es vor allem darum, die in den Quartieren entstandenen Netzwerke und Strukturen so zu organisieren, dass diese ab 2021 auf bezirklicher Ebene weitergeführt werden können. Dabei wird sichergestellt, dass zentrale Projekte nicht abrupt beendet, sondern bis zum erfolgreichen Abschluss weiter finanziert werden.“
Die Entscheidung zur Verstetigung erfolgte nach Vorprüfung durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen auf Basis des vom Bezirksamt beschlossenen IHEK (Integrierten Handlungs- und Entwicklungskonzeptes), vertiefter Untersuchung durch einen externen Gutachter, unter Einbeziehung aller fachlich Beteiligten (Bezirk, QM-Team, Quartiersrat, Träger im QM), der Berücksichtigung der Ergebnisse zum Monitoring Soziale Stadtentwicklung 2017 und Anhörung der Bezirke. Die Kieze werden künftig durch die Strukturen des Bezirkes versorgt.
 
Parallel wird derzeit ermittelt, in welchen Gebieten neue Quartiersmanagements eingerichtet werden sollten. Nach Abschluss der alten Verfahren können diese ab 2021 die Arbeit aufnehmen. Die Senatsverwaltung hat hierzu ebenfalls einen Gutachter beauftragt und führt Gespräche mit allen Berliner Bezirken. Der Beschluss zu den neuen QM-Gebieten wird für Herbst 2019 vorbereitet.

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