Städtebau  
 

Nichtoffener Wettbewerb für Architekten als Generalplaner mit Landschaftsarchitekten und Tragwerksplanern
"Neubau eines Laborgebäudes - WAL Beuth Hochschule für Technik Berlin, Berlin-Mitte"


Ergebnis: 1. Preis


1. Preis:
105.000,- Euro
  Architektur: Thomas Müller Ivan Reimann Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin
Verfasser: Ivan Reimann
Mitarbeit: Tom Werner, Richard Sukac, Russana Jouravel, Julia Jancke, Camille Gault, Stefan Münch

Landschaftsarchitektur: Weidinger Landschaftsarchitekten GmbH, Berlin
Verfasser: Prof. Jürgen Weidinger
Mitarbeit: Guahao Li

Tragwerksplanung: GSE Ingenieur-Gesellschaft mbH Saar, Enseleit und Partner, Berlin
Verfasser: Dr. Jorg Enseleit
Mitarbeit: Kathrin Holland

Sonderfachleute / Berater:
Brandschutz:
Ingenieurgesellschaft W33 mbH, Berlin, Petrus Leistenschneider


Beurteilung durch das Preisgericht:

Im Osten des Grundstücks wird ein kompakter Baukörper positioniert, der zusammen mit Haus Grashof und dem Mensagebäude ein starkes städtebauliches Ensemble formuliert, das deutlich zur Klärung des bestehenden Stadtraumes beiträgt.

Der Campusvorplatz nimmt die verschiedenen Wegeverbindungen auf und vernetzt die Eingangsräume ganz selbstverständlich mit der Esplanade. Die bestehenden Bäume werden größtenteils erhalten. Zum Max- Beckmann-Saal entsteht ein wohltuender Freiraum, der die Bedeutung der Einzelbauten stärkt.

Die innere Erschließung des Laborgebäudes ist als Dreibund organisiert, der sich aufgrund des kompakten Baukörpers durch kurze Wege auszeichnet. Eine klare Gliederung ermöglicht eine flexible Schaltung der einzelnen Nutzungsangebote, so dass das Gebäude auch für zukünftige Nutzungen bei veränderten Studienbedingungen eine Nachhaltigkeit gewährleistet. Besonders begrüßt wird die klare Trennung zwischen öffentlichen und nichtöffentlichen Bereichen. Der öffentliche Bereich liegt im Osten am Campusplatz, ein großzügiges Foyer mit 2-geschossigem Luftraum formuliert eine einladende Geste. Seminarräume und Büroräume sind hier angeordnet. In den oberen Stockwerken befinden sich attraktive Aufenthaltsbereiche, die durch Lufträume belichtet werden. Zwei Flure erschließen den Labortrakt, Fassadenöffnungen sorgen für Belichtung und bilden attraktive Aufenthaltsbereiche auf allen Ebenen.

Negativ bewertet werden die innen liegenden Labore im EG und 3.OG sowie die Organisation der Rettungswege.

Kontrovers diskutiert wird die Gestaltung der Fassade. Die skulptural geformten Fassadenelemente aus Alucobond können in Detaillierung und Materialverwendung nicht vollständig überzeugen.

Insgesamt handelt es sich bei der Arbeit um einen im Kostenrahmen realisierbaren Beitrag, der die Anforderungen der Nutzer löst und der Beuth Hochschule für Technik ein neues Laborgebäude anbietet, das eine der Nutzung angemessene Erscheinung darstellt und sich bereichernd in das bestehende Gefüge einbringt.

Modell © H.-J. Wuthenow
Modell © Fotograf Herr H.-J. Wuthenow

Lageplan
Lageplan

Außenperspektive
Außenperspektive

Innenperspektive
Innenperspektive

Grundriss EG
Grundriss EG

Grundriss 2. OG
Grundriss 2. OG

Längsschnitt
Längsschnitt