Städtebau  
 

Nichtoffener Wettbewerb für Architekten mit Landschaftsarchitekten
"Neubau Zentrum für Sprache und Bewegung, Berlin Neukölln"

Ergebnis: Anerkennung


Anerkennung:
2.500,- Euro
  (se)arch Architekten, Stuttgart
Verfasser/in: Prof. Stefanie Eberding, Stephan Eberding
Mitarbeit: Jaekwon Ahn

Landschaftsarchitektur:
Sima | Breer Landschaftsarchitektur, Winterthur/Schweiz
Verfasserin: Rolf Heinrich Breer

Sonderfachleute:
Tragwerksplanung:
Pfefferkorn Ingenieure, Stuttgart
Verfasser/in: Christoph Dengler
Ausstellungsgestaltung: Birgit Angele, Stuttgart



Beurteilung durch das Preisgericht:

Das Gebäude nimmt die Flucht der Sporthalle am Efeuweg auf und bildet an seiner Stirnseite zur Fritz-Erler-Allee einen neuen Campusplatz aus, der Hauptzugang zum Zentrum für Sprache und Bewegung und zum Campuscafè ist. Durch die Strukturierung der Platzoberfläche ergibt sich zusammen mit der changierenden Fassadenhülle aus grobem Lochblech eine homogene Erscheinung der Gebäudeskulptur.

Zum Campusplatz bildet der Vorsprung des 1,5-geschossigen Bewegungsbereiches einen überdachten und klar ablesbaren Haupteingang aus, während zum Efeuweg kein weiterer Eingang angeboten wird. Der Baukörper staffelt sich entlang des Efeuweges in einer interessanten Abfolge mehrfach auf und ab, um schließlich zur Sporthalle hin mit einer Dachterrasse abzuschließen. Dabei korrespondiert er mit der Maßstäblichkeit der gegenüberliegenden Wohnbebauung im Osten und den bestehenden Schulgebäuden auf dem Campus und bildet dennoch einen ganz eigenen Charakter aus.

Die Anordnung von Café, Campusgalerie und Musikraum im Erdgeschoss folgen den Vorgaben des Nutzers. Die verbindenden Flächen bieten ausreichenden Raum zur Kommunikation zwischen den Nutzern. Zwei großzügige Lufträume mit Oberlichtern verbinden diese Zirkulationsbereiche vom EG zum OG. Die Anordnung der Übungs- und Seminarräume erscheint plausibel, wenn auch die Durcharbeitung der Grundrisse sehr skizzenhaft bleibt.

Die Fluchtwege, insbesondere aus dem 2. OG, sind in ihrer Anordnung und Dimensionierung nicht schlüssig nachgewiesen. Kritisch gesehen werden die zahlreichen innenliegenden Räume, deren Belichtung – z.B. über die Lufträume – ebenfalls nicht nachgewiesen ist.

Insgesamt handelt es sich um einen interessanten Ansatz, eine eigenständige, skulpturale Gebäudeform zu entwickeln, die sich mit der Umgebung verzahnt. Hinsichtlich er Materialität (Robustheit der Fassaden) und Funktionalität der Grundrisse bleiben jedoch noch viele Fragen offen.

Modellfoto © H.-J. Wuthenow
Modellfoto © Fotograf Herr H.-J. Wuthenow

Ansicht
Ansicht

Längsschnitt
Längsschnitt

Lageplan
Lageplan

Grundriss EG
Grundriss EG