Städtebau  
 

Freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb, 2. Bauabschnitt
"Außenanlagen Carl-von-Ossietzky-Schule (Gemeinschaftsschule), Berlin Friedrichshain-Kreuzberg"

Ergebnis: 3. Preis


3. Preis:
8.520,- Euro
  hutterreimann Landschaftsarchitektur GmbH, Berlin
Verfasser*in: Barbara Hutter, Stefan Reimann
Mitarbeiter*in: Andreas Streidl, Henning Holk,
Lars Schöberl, Martin Langner



Beurteilung durch das Preisgericht:

Das Konzept basiert auf dem kontrastreichen Spannungsfeld ‚Brutalismus meets Popart’ zwischen Architektur und Freiraum bietet damit den Nutzerinnen und Nutzern ein vielfältiges Angebot.

Die ruhige Gestaltung und Materialität der Haupterschließungsachse, Magistrale, zwischen Urban- und Blücherstraße wird begrüßt. Die Neupflanzung entlang der Sporthalle bereichert den Ort und verbessert die Aufenthaltsqualität. Die Aufweitung des Eingangsbereiches ist schlüssig und unspektakulär. Das CVO-Logo ist einladend integriert in den Belag. Der Zugang zur Sporthalle ist schlicht und ohne Abbruch der Terrasse gelöst. Die Rampe ist jedoch zu kurz für einen barrierefreien Zugang, dies könnte jedoch gelöst werden.

Die differenzierte Planung der Grundschul- und die Oberschulterrassen mit den vielfältigen Begrünungs- und Nutzungsvorschlägen werden positiv bewertet. Insbesondere der Trampolingarten wird als Bereicherung für die Grundschüler*innen begrüßt. Der östliche Schulbereich wird dem Bedürfnis nach einem hohen Vegetationsanteil gerecht. Die Mensaterrasse bietet durch einen neuen Baumhain angenehme Sitzmöglichkeiten zur Mittagszeit.

Jedoch die eigenwillige Formensprache der Sportflächen und der Mensaterrasse wird kontrovers diskutiert. Insbesondere durch die Ballfangzäune wird die Nutzbarkeit der Kleinflächen am Rand fraglich.

Die Neugestaltung des Amphitheaterplatzes lässt durch seine großzügige Dimensionierung, auch größere Schulveranstaltungen zu und im Alltag spannungsreiche Aufenthalts- kontemplatives Miteinander zu. Die Barrierefreiheit ist nicht gegeben. Das punktuelle Einstreuen der Spielmöglichkeiten und die Setzung des Pavillons überzeugt.

Der westliche Eingang an der Blücherstraße ist funktional gelöst. Mit dem angrenzenden Naturspielplatz, den Sitzmöglichkeiten am Umkleidepavillon und dem hohen Grünanteil wird der Bereich den Anforderungen gerecht.

Eine gute Baumbilanzierung zwischen Rodung und Neupflanzung rundet das Konzept mit insgesamt wenig Versiegelung ab.

Die geringen oder wenig aussagekräftigen Beteiligungsformate werden kritisch gesehen.

Perspektive
Perspektive Schulpark

Lageplan
Lageplan M 1:250

Schnittansichten
Schnittansichten