Städtebau  
 

Nichtoffener Realisierungswettbewerb mit Ideenteil für Landschaftsarchitekten und
Arbeitsgemeinschaften aus Landschaftsarchitekten und/oder Stadtplanern bzw. Architekten
"Freiraumplanung Friedrich-Wilhelm-Platz, Berlin Tempelhof-Schöneberg"

Ergebnis: 1. Preis, zur Grundlage für die weitere Realisierung empfohlen


1. Preis:
11.000,- Euro
  Landschaftsarchitektur: METTLER Landschaftsarchitektur, Berlin
Verfasser: Rita Mettler, Marek Langner
Mitarbeit: Daniel Platon, Duygur Demir, Claudio Bertelli,
Lotta Bröckelmann, Margherita Miani



Beurteilung durch das Preisgericht:

Der Entwurf richtet seinen Blick in die Zukunft und erreicht mit wenigen Mitteln eine Neuinterpretation des Ortes. Hochwertige, Materialien mit historischem Bezug stehen für Dauerhaftigkeit.

Der Verfasser legt seinem Entwurf die aktuelle Situation des Platzes mit der räumlich bestimmenden Bundesallee zugrunde. Die vorgeschlagene Grundstruktur setzt häufig genutzte Wegeverbindungen in eine einfache und prägnante Gestaltung um und tut dies bewusst, ohne die historische Symmetrie innerhalb des Bearbeitungsgebietes zu thematisieren. Der Verfasser schlägt zusätzlich eine Fassung des ursprünglichen Platzraumes durch ergänzende Baumpflanzungen vor.

Es entsteht ein in der fußläufigen Bewegung erlebbarer, räumlich abwechslungsreicher Grünraum, der vom aufgeasteten und ausgelichteten Baumbestand umspielt wird. Fließend und in wechselnden Breiten geformte Wege verlaufen den funktional erforderlichen Verbindungen angepasst (Anbindung der U-Bahn-Eingänge und Querung zwischen Wilhelmshöher Straße und Niedstraße).

Der Entwurf präsentiert ein Strukturprinzip, das auf weitere Entwicklungen im Verlauf des Planungsprozesses flexibel antworten kann. Die Arbeit birgt zudem das Potential, zu einem späteren Zeitpunkt auch die Flächen östlich der Bundesallee (durch gleichartige Materialität und Formensprache) einzubinden. Der Entwurf formuliert einen starken räumlichen Rahmen, jedoch werden differenziertere Angebote für verschiedene Nutzergruppen (insbesondere für Spiel und Aufenthalt) sowie zur Bepflanzung vermisst.

Die prägnante räumliche Struktur wird durch eine minimalistische Materialauswahl unterstützt - dabei spielt insbesondere der im gesamten Bearbeitungsgebiet einheitliche Pflasterbelag eine zentrale Rolle. Die Einfassungen der Rasenflächen greifen das Klinkermaterial des Kirchenbauwerks auf und setzten somit die gesamte Platzfläche in Bezug zu dem historisch prägenden Gebäude.

Der Kirchvorplatz präsentiert sich, durch eine zur Fahrbahn parallele Führung des Radwegs, großzügig offen und in funktional sinnfälligem Zusammenhang mit dem U-Bahn-Eingang.

Perspektive
Perspektive

Lageplan
Lageplan