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    Städtebau  
 

Nichtoffener Realisierungswettbewerb für Architekten/innen als
Generalplaner/innen mit anschließendem Verhandlungsverfahren (VgV)
"4-zügige modulare Grundschule und Sporthalle, Berlin"

Ergebnis: 2. Preis


2. Preis:
103.000,- Euro
  Architektur: Ackermann + Raff GmbH & Co. KG, Stuttgart
Verfasser: Oliver Braun, Alexander Lange
Mitarbeit: Hasan Tosun, Sarah Menzer, Mike Schmidt,
Sebastian Weckert, Kevin Barth

Landschaftsarchitektur: Faktorgruen
Partnerschaftsgesellschaft mbB, Freiburg
Verfasser: Martin Schedlbauer

Tragwerksplanung: CSZ Ingenieurconsult
CORNELIUS - ZEITLER GmbH, Berlin
Verfasser: Olaf Siegeris

Technische Ausrüstung: CSZ Ingenieurconsult
CORNELIUS - ZEITLER GmbH, Berlin
Verfasser: Olaf Siegeris

Sonderfachleute / Berater:
Modellbau: Studio LTA, Julian Lutz



Beurteilung durch das Preisgericht:

Das Konzept überzeugt mit einem kompakten Schulbaukörper. Durch eine einfache Verschiebung des Baukörpers in der Mitte entsteht eine räumliche Gliederung, die flexibel auf die städtebaulichen Gegebenheiten reagieren kann.

Das modulare System setzt sich schlüssig aus fünf Bausteinen zusammen:
- dem öffentlichen Bereich mit Mehrzweckbereich und Fachräumen,
- dem Eingang und überdachter Pausenbereich,
- den Compartments,
- der Sporthalle,
die sich horizontal überlagern und so ein überzeugendes und flächensparendes Raummodell anbieten.

Die horizontale Dreiteilung spiegelt sich in der Fassade wieder: Im Erdgeschoss in Varianten beplankt (Riemchen und Fliesen), im Bereich Compartments unterschiedlich eingefärbte Sandwichelemente und im Sportmodulaufsatz eine vorgefertigte Holzkonstruktion mit gelochter Trapezblechhülle.

Die Anordnung der Räume überzeugt auch im Erdgeschossbereich mit dem großzügigen Foyer und der Mensa, die gut verbunden werden können und so eine hohe Nutzungsflexibilität bieten.

Die Compartments sind in ihrer gespiegelten Anordnung schlüssig organisiert. Ruhe-, Pflege- und Sanitärräume sind allerdings innenliegend angeordnet und daher nicht ausreichend natürlich belichtet. Die großzügigen Foren bieten über Lernterrassen einen direkten Zugang zum Außenraum. Allerdings wird die natürliche Belichtung der Foren vom Preisgericht kritisch beurteilt.

Im Bereich der Compartments sind Bypässe vorhanden, die nicht überzeugen, auf die aber verzichtet werden kann.

Als gelungene Antwort auf die Flächenkonkurrenzen in der immer kompakter werdenden Stadt wird von der Jury die Anordnung der Sporthalle im 3. und 4. Obergeschoss gewertet. Der eigenständige Zugang zur Sporthalle ist über die abzutrennenden Treppenhäuser in die einzelnen Hallenbereiche möglich. Zu lösen wären allerdings die Überschneidungszeiten von Schul- und Vereinssportnutzung. So gelingt es, kompakt zu bauen und den Schulbereich trotzdem nur auf drei Ebenen organisieren zu müssen.

Aufgrund der kompakten Bauweise überzeugt die Arbeit städtebaulich vor allem auf den beengten innerstädtischen Grundstücken. An allen Standorten bleibt genügend Raum für qualitätsvolle und gut nutzbare Außenräume und Schulfreiflächen.

Perspektive
Perspektive

Perspektive
Perspektive

Ansicht Schule
Ansicht Schule

Schnitt Schule
Schnitt Schule

Grundriss EG
Grundriss EG

Grundriss OG
Grundriss OG

Lageplan Adalbertstraße 53
Lageplan Adalbertstraße 53

Lageplan Reinickendorfer Straße 60
Lageplan Reinickendorfer Straße 60

Lageplan Naumburger Ring
Lageplan Naumburger Ring

Lageplan Nostitzstraße 10
Lageplan Nostitzstraße 10

Lageplan Rennbahnstraße 45
Lageplan Rennbahnstraße 45

Lageplan Karower Chaussee 97
Lageplan Karower Chaussee 97

Ansicht Sporthalle
Ansicht Sporthalle