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    Städtebau  
 

Nichtoffener Realisierungswettbewerb für Architekten/innen als
Generalplaner/innen mit anschließendem Verhandlungsverfahren (VgV)
"4-zügige modulare Grundschule und Sporthalle, Berlin"

Ergebnis: 3. Preis


3. Preis:
110.000,- Euro
  Architektur: PPAG architects zt gmbh, Wien
Verfasser/in: Anna Popelka, Georg Poduschka
Mitarbeit: Susanna Böcherer, Jakub Dvorak, Billie Murphy,
Lukas Ortner,Georgia Pierleoni, Christian Wegerer, Felix Zankel

Landschaftsarchitektur: EGKK Landschaftsarchitektur, Wien
Verfasser: Martin Enzinger
Mitarbeit: Maria Clemente Marqués

Tragwerksplanung: Werkraum Ingenieure ZT GmbH, Wien
Verfasser: Peter Resch

Technische Ausrüstung: Bauklimatik GmbH
Technisches Ingenieurbüro, Wien
Verfasserin: Ernst Kainmüller



Beurteilung durch das Preisgericht:

Die Arbeit bietet für alle Grundstücke einen einheitlichen vielgestaltigen Gebäudekörper an, der aus frei angeordneten, quadratischen Raummodulen zusammengesetzt wird.

Dieser Solitär vermag jeden der vorgeschlagenen Orte zu prägen und stadträumlich zu fassen. Typologisch ungewöhnlich für eine Schule ist dabei das äußere Erscheinungsbild, das mehr an eine Wohnlandschaft erinnert und mit seinen Terrassen eine starke Verbindung von Innen und Außen sucht.
Der Entwurf orientiert sich dabei vor allem an der in der Auslobung gewünschten Mehrfachnutzung und bietet für den öffentlichen Stadtraum und -bewohner ein breites Angebot an Nutzungsmöglichkeiten an. Vom Bücherflohmarkt bis zum Konzert oder Kiezfest können die vorgelagerten Außen- zusammen mit den Innenräumen bespielt werden.

Der überdachte Hauptzugang leitet den Besucher in ein großzügiges Foyer, das unmittelbar in die Mensa führt, die keine klaren Raumgrenzen deklariert und somit auf vielfältige Weise mit dem Foyer verbunden werden kann. Der Mehrzweckraum ist zwar abschließbar, kann aber mit der Mensa nur schwerlich gekoppelt werden.

Die Umsetzung des Raumdiagramms zur zeitgemäßen Pädagogik ist von dem Verfasser sehr ernst genommen und unmittelbar in ein Raumkonzept übersetzt worden. Dadurch werden flexible Bespielungsmöglichkeiten offeriert und das geforderte pädagogische Konzept im Grundriss ideal umgesetzt. Einzig die Ruheräume sind Barrieren für den gewünschten Überblick, der aus dem Teamraum hergestellt werden soll. Weiterhin kritisieren die Nutzer, dass der 1. Hilfe-Raum im Gebäudeinneren liegt und damit nicht natürlich belichtet und belüftet ist und die räumlich geforderte Nähe zum Sekretariat nicht gegeben ist.

Die Lochfassade mit ihren geschosshohen Fenstern kann laut Verfasser aus unterschiedlichen Materialien umgesetzt werden und bietet gezielte Ausblicke für die Nutzer.

Der Baukörper ist insgesamt wenig kompakt angelegt. Er liegt mit einem erhöhten Raumangebot bei einer Kostenüberschreitung von ca. 10 %. Eine Herausforderung besteht sicherlich auch darin, die komplexe Geometrie des Gebäudes konstruktiv überzeugend umzusetzen. Vorgeschlagene Spannweiten von 9 - 15 m müssen durch entsprechend dimensionierte Bauteile ermöglicht werden. Die geforderten Technikflächen sind nicht komplett nachgewiesen.

Im Gegensatz zu dem exaltierten Solitär ist die Sporthalle als einfacher Quader angelegt und räumlich bei jedem Vorschlag abgerückt vom Schulgebäude auf den verschiedenen Grundstücken platziert.

Dieses Gebäude macht insgesamt mit seinem Angebot an räumlicher Vielfalt Lust auf Schule.

Perspektive
Perspektive

Perspektive
Perspektive

Ansicht Schule
Ansicht Schule

Schnitt Schule
Schnitt Schule

Grundriss EG
Grundriss EG

Grundriss OG
Grundriss OG

Lageplan Adalbertstraße 53
Lageplan Adalbertstraße 53

Lageplan Reinickendorfer Straße 60
Lageplan Reinickendorfer Straße 60

Lageplan Naumburger Ring
Lageplan Naumburger Ring

Lageplan Nostitzstraße 10
Lageplan Nostitzstraße 10

Lageplan Rennbahnstraße 45
Lageplan Rennbahnstraße 45

Lageplan Karower Chaussee 97
Lageplan Karower Chaussee 97

Ansicht Sporthalle
Ansicht Sporthalle