Städtebau  
 

Nichtoffener Realisierungswettbewerb für Architekten/innen als Generalplaner/innen mit Landschaftsarchitekten/innen und Tragwerksplaner/innen
"Institut für Lebensmittelsicherheit und -hygiene auf dem Campus Düppel
Freie Universität Berlin, Berlin Steglitz-Zehlendorf"

Ergebnis: 3. Preis


3. Preis:
18.000,- Euro
  Architektur: BLK2 Böge Lindner K2 Architekten, Hamburg
Verfasser: Jürgen Böge, Ingeborg Lindner-Böge,
Lutz-Matthias Keßling, Detlev Kozian
Mitarbeit: Tatjana Greb, Alexandra Teslenko

Landschaftsarchitektur:
Bruun & Möllers GmbH & Co. KG, Hamburg
Verfasser: Moritz Möllers, Bertel Bruun
Mitarbeit: Laika Alm

Tragwerksplanung:
WTM ENGINEERS GMBH, Hamburg
Verfasser: Dr. Thomas Schadow
Mitarbeit: Jan Lüdders

Sonderfachleute / Berater:
Perspektiven: Claudius Lange, Hamburg
Modellbau: wup Wiens und Partner GmbH, Hamburg



Beurteilung durch das Preisgericht:

Mit den zwei parallel angeordneten Baukörpern mit einem Freibereich, der diese trennt wie auch verbindet, gelingt im Kontext eine sehr gute städtebauliche und naturräumliche Integration. Die Differenzierung in einen überhöhten eingeschossigen Baukörper zum Freiraum und einen zweigeschossigen Baukörper zur Erschließungsstraße gestaltet eine sehr angemessene Gliederung der Gebäudekubatur.

Die Gebäudekörper werden über einen Foyerbereich, der die Landschaftsfuge überlagert, sinnfällig verbunden. Die gewählten freiräumlichen Elemente wie Gräser, Staudenpflanzungen und heimische Sträucher artikulieren die räumliche Qualität der beiden Hofbereiche im Sinne der Aufenthaltsqualität.

Die nördliche Anlieferungssituation zur Demonstrationshalle und die folgenden Funktionsräume werden gemäß der Anforderung optimal gelöst.

Gleiches gilt für die Anlieferung zu den Laborräumen über eine zur Erschließungsstraße und dem Eingang zugeordnete Aufzugsanlage.

Die mittige Position des Haupteingangs, der durch einen langen horizontalen baukörperlichen Unterschnitt im Erdgeschoss überdacht wird, bewirkt im Innenraum organisatorische Vorteile, erzeugt aber hinsichtlich der Auffindbarkeit und der Orientierung im Stadtraum Nachteile.
Die funktionale Organisation des Hauses mit einem großzügigen Foyer, an welchem Besprechungsräume, Seminarräume und studentische Arbeitsplätze in direkter Verbindung zu den begrünten Höfen anschließen, bildet eine strukturell klare Grundordnung und offene Kommunikationsräume.
Die beiden AGs werden jeweils über eine Ebene im östlichen Baukörper klar und überschaubar gegliedert. Die Büros der AGs sind derzeit im S2-Bereich angeordnet. Dabei bildet das „Foyergelenk“ ein die Kommunikation förderndes vertikales Raumelement. Kurs- und Technikraum bilden in der Raumfolge zur Demonstrationshalle und den erforderlichen Nebenräumen mit dem Foyer eine funktionale Einheit, die sehr hohe innenräumliche Qualitäten verspricht. Zudem sind diese Räume auch dem Freiraum und den Innenhöfen zugeordnet. Die funktionale Organisation des Hauses könnte so gemäß den Nutzerwünschen ein anregendes Umfeld für Studierende und Lehrende bieten.
Alle Raumeinheiten verfügen über eine sehr gute natürliche Belichtung und natürliche Belüftung im Sinne der Nachhaltigkeitsanforderungen.

Für die Eigenversorgung Strom werden PV Anlagen auf den Dächern dargestellt, die Potenziale für die Dachbegrünung wurden noch nicht ausgeschöpft.

Die Architektur der Außenhülle wird über eine rot-braune Titanzink-Stehfalz- Verkleidung geprägt, die der Aufgabe eines zeitgemäßen Institutsgebäudes gestalterisch Ausdruck verleiht.

Das Projekt zeichnet sich durch eine gelungene städtebauliche Einbindung, maßstabsgerechte Gestaltung der Gebäudekubaturen und eine angemessene Architektursprache aus.
Die funktionale Organisation des Hauses entspricht den Nutzerwünschen und bietet ein anregendes Umfeld für Studierende und Lehrende.

Modell © H.-J. Wuthenow
Modellfoto
© Fotograf H.-J. Wuthenow

Außenperspektive
Außenperspektive

Innenperspektive
Innenperspektive

Ansicht
Ansicht

Schnitt
Schnitt

Fassadenansicht
Fassadenansicht

Lageplan
Lageplan

Grundriss EG
Grundriss EG