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Jagdwesen in Berlin

Glossar


Jagd

Als Jagd wird jedes rechtmäßige Aufsuchen, Nachstellen, Erlegen und Fangen von Wildtieren bezeichnet.
Die Jagd kann mit zugelassenen Waffen, Greifvögeln oder Frettchen ausgeübt werden.

Hege

Die Hege ist ein wesentlicher Bestandteil der Jagd. Sie dient der Erhaltung eines angepassten artenreichen, gesunden Wildbestandes, der in einem ausgewogenen Verhältnis zu seinen natürlichen Lebensgrundlagen steht.
Zur Hege gehören beispielsweise dem Wild dienende Maßnahmen zur Verbesserung der Ernährung, Schaffung von Deckungs- und Ruhebereichen oder Schutz vor Krankheiten und Seuchen. Zur Hege gehört auch der Abschuss von Wild in einem angemessenen Verhältnis zum Wildbestand.
Der Jagdausübungsberechtigte ist zur Durchführung entsprechender Maßnahmen verpflichtet.

Jagdbezirk

Man unterscheidet Eigenjagdbezirke und gemeinschaftliche Jagdbezirke. Ein Eigenjagdbezirk gehört einem einzelnen Eigentümer und muss eine zusammenhängende Grundfläche von mindestens 75 Hektar umfassen, ein gemeinschaftlicher Jagdbezirk gehört mehreren Eigentümer und muss eine zusammenhängende Grundfläche von mindesten 150 Hektar umfassen.

Beschränkte Jagdausübung

In befriedeten Gebieten sowie auf jagdbezirksfreien Flächen können bestimmte Jagdhandlungen unter Beschränkung auf bestimmte Wildarten und auf eine bestimmte Zeit durch die Berliner Forsten genehmigt werden.

Grundsätze deutscher Weidgerechtigkeit

Sammelbegriff für ungeschriebene und geschriebene Regeln sowohl hinsichtlich der jagdlichen Kenntnisse und Fähigkeiten als auch bezüglich der Einstellung des Jägers zum Tier- und Naturschutz.

Schwarzwild (Wildschwein)

lebt in Waldbeständen mit dichtem Unterholz, oft aber auch in Dickichten außerhalb des Waldes; überwiegend nachtaktiv; in Familienverbänden (Rotten) lebend; Allesfresser; Gewicht 70 kg (weibliche Tiere/Bachen) bis 150 kg (männliche Tiere/Keiler); Paarungszeit normalerweise November bis Januar; Nachwuchs (bis zu zwölf Frischlinge) ab Februar; bei guten Lebensbedingungen kann sich aber auch zweimal im Jahr Nachwuchs einstellen.

Bache mit Frischlingen - Klick für Vergrößerung (123 K)
Bache mit Frischlingen

Rehwild

kleinste einheimische Hirschart; lebt im Wald sowie auf Feldern; meist morgens und abends aktiv; Pflanzenfresser; Gewicht 25 kg (weibliche Tiere/Ricken) bis 35 kg (männliche Tiere/Böcke); Paarungszeit Juli bis August; Nachwuchs (ein bis drei Kitze) Mai bis Juli; Hirsche werfen zwischen Oktober bis Dezember ihr Gehörn ab.

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Reh

Damwild

lebt im Wald sowie auf Feldern in Rudeln; Pflanzenfresser; Gewicht 70 bis 100 kg (weibliche Tiere/Kahlwild) bis 100 bis 150 kg (männliche Tiere/Hirsche); Paarungszeit Oktober bis November; Nachwuchs (Kalb) etwa im Juni; Hirsche werfen im April ihr Geweih ab.

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Damwild - Hirsch

Füchse

zählt zur Familie der Hunde; lebt als außer zur Paarungs- und Aufzuchtzeit als Einzelgänger; meist in der Dämmerung/Dunkelheit aktiv; Allesfresser; Gewicht 4 bis 8 kg (weibliche Tiere/Fähen), 5 bis 10 kg (männliche Tiere/Rüden); Paarungszeit hauptsächlich Januar bis Februar; Nachwuchs (drei bis sechs Welpen) dann im April.

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Fuchs überquert Straße

Steinmarder

im Gegensatz zum seltenen Baummarder kommt der Steinmarder bei uns sehr häufig vor; lebt außer in der Paarungszeit als Einzelgänger in Parks und Gärten, aber auch in Schuppen oder auf Dachböden; ernährt sich von Kleintieren, Gelegen sowie Beeren und Obst; Paarungszeit Juli bis August; Nachwuchs (drei bis vier) März bis April.


Waschbär

kommt zunehmend häufiger vor, Gewicht: 5 bis 10 kg (wobei die Rüden meist schwerer sind), sind in der Regel dämmerungs- und nachtaktiv, schlafen auf Bäumen aber auch in verlassenen Gebäuden oder auf Dachböden, Allesfresser, Paarungszeit Februar bis März, Nachwuchs (zwei bis fünf) im April, legen eine Winterruhe ein.

Waschbär
Waschbär

Feldhase

ehemals eine der häufigsten Arten unserer Wildbahn, ist der Hasenbesatz durch Rückgang der Freiflächen und veränderte Landbewirtschaftung stark zurückgegangen; lebt vorwiegend auf Feldern in der Regel als Einzeltier; ist bis zum Herbst auch häufig tagaktiv; duckt sich bei Gefahr in Bodenmulden; Paarungszeit Januar bis September; Nachwuchs (ein bis vier Junge) nach etwa 43 Tagen, jedoch hohe Todesrate durch Krankheit, Witterung und natürliche Feinde (z. B. Füchse).

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Feldhase

Wildkaninchen

kleinerer Körper und kürzere Ohren (Löffel) als Hasen, lebt gesellig in Familienverbänden (Kolonien) mit strenger Rangordnung; legt unterirdische Baue mit zahlreichen Röhren an; überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv; richten oft erhebliche Schäden durch systematisches Abäsen von Pflanzenwuchs an; Paarungszeit beginnt im Februar bis März; mehrmals im Jahr kommt nach rund 30 Tagen Tragzeit der Nachwuchs (fünf bis zehn Junge) in einer unterirdischen Setzröhre zur Welt.

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Wildkaninchen

Stockente

häufigste heimische Entenart; ist auf fast allen Gewässer anzutreffen; brütet am Ufer, auf Wiesen, unter Reisighaufen oder auch auf Bäumen und flachen Dächern; kommt sowohl als Stand- als auch als Zugvogel vor; männliche Tiere (Erpel) sind zwischen Mitte September und Mitte Oktober bunt gefiedert; eine Brut (sechs bis zehn Eier) pro Jahr, Küken schlüpfen nach etwa 28 Tagen.

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Stockente

Fasan

Körperlänge zwischen 50 bis 65 cm (weibliche Tiere/Hennen) und 75 bis 90 cm (männliche Tiere/Hähne) mit langem Schwanz; lebt gesellig auf Feldern und Wiesen, wobei er stets Deckung sucht; ist tagaktiv; kann kurze Strecken fliegen; Balz im April bis Juni; die Brutzeit der 12 bis 15 Eier beginnt ab Mitte April und beträgt etwa 24 Tage.

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Fasane
 


 
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