Fünftes Treffen der Arbeitsgruppe Barrier-free City for All
am 13./14. Februar 2012 in Paris
Am 13. und 14. Februar 2012 fand in Paris das 5. Treffen der Arbeitsgruppe "Barrier-free City for All" statt. Eröffnet wurde das Arbeitstreffen im Rathaus von Paris durch Frau Véronique Dubarry, Stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Paris und verantwortlich für die Belange von Menschen mit Behinderungen. Sie betonte die Wichtigkeit, sich auf städtischer Ebene international auszutauschen und die jeweiligen Fortschritte und Probleme mit den anderen Städten zu vergleichen. Für die Weltmetropole Paris mit einer Fülle an historischer Bausubstanz stelle die Barrierefreiheit eine im Vergleich zu anderen Metropolen sehr anspruchsvolle und schwierige Aufgabe dar. Ein Schlüssel zur deren Bewältigung liege in der Partizipation und Information der Bewohner bei geplanten Vorhaben.
Link zur Eröffnungsrede der Vizebürgermeisterin:
Seit 2003 sind in Paris alle baulichen Maßnahmen im öffentlichen Raum in Übereinstimmung mit dem Masterplan für Barrierefreiheit durchzuführen. Einige der Maßnahmen wurden präsentiert und zur Diskussion gestellt.
Vertreter des Verkehrsverbundes Ile-de-France stellten den "Regionalplan Barrierefreiheit des
ÖPNV" vor. Ergänzt wurden diese Beiträge durch die Präsentation von Planungsinstrumenten aus Helsinki und Köln.
In Kooperation mit 6 finnischen Städten wurden unter Leitung der Stadt Helsinki umfangreiche Leitlinien und Bewertungskriterien zur Barrierefreiheit von Gebäuden, Straßen und öffentlichen Plätzen entwickelt. Diese bilden gleichzeitig die Grundlage für den Masterplan zur barrierefreien Stadt Helsinki.
Die Stadt Köln präsentierte am Beispiel des Gestaltungshandbuches zur Kölner Innenstadt den gesamtstädtischen Koordinations- und Abstimmungsprozess. Dabei stand die Frage im Mittelpunkt, wie die Umsetzung von Barrierefreiheit zum "Mainstream" in Planungsprozessen entwickelt werden kann.
Ein wichtiger Tagesordnungspunkt war der Diskussion um den geplanten European Disability Act gewidmet. Die Europäische Kommission, Generaldirektion Justiz, plant im Herbst 2012 den Entwurf für einen
EU-Rechtsakt zur Barrierefreiheit vorzulegen. In Abstimmung mit EUROCITIES wurde hierzu ein Positionspapier auf dem 5. Arbeitstreffen in Paris diskutiert und als Empfehlung für die weitere Abstimmung mit dem Exekutivkomitee von EUROCITIES angenommen.
Die Präsentationen der Referenten liegen in englischer Sprache vor.
Presentations