Seit der Wiedervereinigung der beiden Stadthälften in 1990 haben viele Wohnortwechsel stattgefunden. Viele Familien haben seitdem der Stadt den Rücken gekehrt und sind in das Umland abgewandert. Auch der zahlenmäßig große Wohnungsneubau der 90er Jahre innerhalb Berlins hat innerstädtische Wanderungen ausgelöst. In vielen zentralen Quartieren und in einigen Großsiedlungen am Stadtrand ging dies einher mit sozialen Entmischungstendenzen, die teilweise zu überforderten Nachbarschaften geführt haben. Das Monitoring Soziale Stadtentwicklung ist ein Frühwarnsystem, das kleinräumig Gebiete ähnlicher sozialer Entwicklungstendenz ermittelt.
Eine negative Entwicklungstendenz zeigen zur Zeit die rot und orange gefärbten Flächen. Mit dem Instrument des Quartiersmanagements oder anderer Stadteilverfahren wird auf diese negative Entwicklung reagiert. Ziel ist es, in den betroffenen Gebieten die Lebensqualität zu verbessern und die Zugangschancen zu Bildung und Arbeitsmarkt der dort lebenden Menschen - die oft einen Migrationshintergrund haben - zu erhöhen. Gefördert werden bauliche Maßnahmen aber auch sozial-integrative Projekte.
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