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Atlas zur Stadtentwicklung
Stadtgestalt 1950 und 2000
Mit den Karten der Stadtgestalt 1950 und der Stadtgestalt 2000 wird ein räumliches Abbild der Stadt vermittelt, in dem der Siedlungskörper und die Freiräume plastisch hervortreten. Durch die zusätzliche Darstellung der Bebauungshöhen wird eine modellhafte Darstellung der Stadt mit dreidimensionaler Wirkung erreicht.

Karte Stadtgestalt 1950
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Karte Stadtgestalt 2000
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Im Vergleich der beiden Karten werden die erheblichen Veränderungen des Siedlungskörpers der Stadt im Zeitverlauf, sowohl qualitativ als auch quantitativ, erkennbar. So ist die Stadtgestalt des Jahres 1950 vor allem durch die gewaltigen Trümmerflächen in der Innenstadt gekennzeichnet, während in der Stadtgestalt des Jahres 2000 besonders die vielgeschossigen Großsiedlungen im Osten der Stadt hervortreten. Auch die raumgreifenden Verkehrsbauten in der gesamten Stadt werden sichtbar.
In den letzten 50 Jahren gab es wechselnde Strategien der Stadtentwicklung in Berlin. Sie waren - wie in vielen Städten - geprägt durch die Wirkung und den Wandel weltweiter stadtplanerischer Zielvorstellungen. Darüber hinaus aber spielten die unterschiedlichen politischen Vorgaben in Ost-Berlin und in West-Berlin, insbesondere unter dem Einfluss der Konfrontation der Systeme, eine besondere Rolle. Alles dies führte zu widersprüchlichen Entwicklungen, Brüchen und schmerzlichen Wunden auch im räumlichen Erscheinungsbild der Stadt.
Beeindruckend aber ist, wie unter diesen Bedingungen die Stadt Berlin als gesamter Siedlungskörper seine Identität bewahren konnte und der Prozess des stadträumlichen Wachsens über die 50 Jahre alle Bereiche der Stadt - innen und außen - gleichermaßen erfasste. Die kompakte Stadt blieb im wesentlichen erhalten.
Signifikant für die Entwicklung der letzten 50 Jahre ist der steigende Flächenverbrauch. Auslöser waren vor allem die wachsenden Wohnungsansprüche. In West-Berlin stieg die Wohnfläche pro Einwohner von 15,2 m² auf 39,0 m² und in Ost-Berlin stieg die Wohnfläche pro Einwohner von 14,2 m² auf 36,5 m².
Der Flächenverbrauch durch die Bebauung stieg bei annähernd konstanter Bevölkerungszahl in Berlin zwischen 1950 und 2000 um 50%. Er liegt heute bei ca. 140 m² pro Einwohner. Dieser Anstieg ist für Ost- und West-Berlin annähernd gleich groß. Trotz dieser Entwicklung ist Berlin eine grüne Stadt geblieben. Die Hälfte der Berliner Stadtfläche besteht immer noch aus Grün- und Freiflächen. Darüber hinaus besitzen 2/3 der Bebauung, insbesondere die Einzelhausbebauung und Bebauung bis fünf Geschosse, einen sehr hohen Grünanteil im unmittelbaren Wohnbereich. Die Bebauung über fünf Geschosse hat einen Anteil an der Gesamtbebauung von unter 10%. Sie prägt nach wie vor die Innenstadt.
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