Die Internationalität von Städten nimmt in der strategischen Selbstpositionierung von Städten eine immer wichtigere Rolle ein. Entsprechend setzen sich die meisten strategischen Konzepte deutscher und europäischer Großstädte mit dem Themenfeld "Internationalisierung" auseinander, allerdings meist nicht explizit.
Die Studie "Berlin. Orte der Internationalität" gibt erstmals einen Überblick über die kleinräumliche Verteilung von ausgewählten Einrichtungen mit Relevanz für den internationalen Status der Stadt Berlin. Die "internationale Welt in Berlin" stellt sich dar durch internationale Einrichtungen aus den Themenfeldern Repräsentation, Kultur, Tourismus, Religion und Bildung.
Von den insgesamt fast 1.500 internationalen Einrichtungen - unter anderem
Botschaften, Museen, Kulturinstitute, Hotels, Veranstaltungsorte, - liegen mehr als 90 Prozent in der inneren Stadt, das heißt innerhalb des inneren S-Bahnrings. Die größte Konzentration und Mischung verschiedenartigster Orte der Internationalität findet sich eindeutig in der Stadtmitte - in der historischen Mitte, vom Alexanderplatz bis zum Gendarmenmarkt. In der City-West konzentrieren sich ebenfalls sehr viele internationale Einrichtungen, der Mischungsgrad der verschiedenen Typen ist jedoch etwas geringer.