Der Potsdamer und Leipziger Platz entwickelten sich während der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu einem der bedeutendsten urbanen Zentren Europas. Der heute weitaus bekanntere Potsdamer Platz wuchs dabei erst langsam aus dem Schatten des Leipziger Platzes heraus. Dieser wurde von 1732 bis 1738 in Form eines Oktogons errichtet, von repräsentativen Wohnbauten umfasst und ab 1814 in Erinnerung an die Völkerschlacht bei Leipzig so benannt.
An der Westseite des Leipziger Platzes schließt der Potsdamer Platz an. Beide Plätze waren durch die Stadtmauer mit dem Potsdamer Tor bis zu ihrem Abriss im Jahre 1867 voneinander getrennt. Die Bedeutung der beiden Plätze hatte sich mittlerweile zugunsten des Potsdamer Platzes verschoben, er wurde am Ende des 19. Jahrhunderts zum wichtigsten Verkehrsknotenpunkt der Stadt und allgemein zum Symbol für die Metropolen und Großstädte, ihre Hektik und quirlige Lebendigkeit.
Nach der Zerstörung im 2. Weltkrieg blieben Potsdamer und Leipziger Platz ein wichtiger Verknüpfungspunkt zwischen Ost und West, der 1961 abrupt mit dem erneuten Mauerbau gekappt wurde. Mit der Wiedervereinigung im Jahre 1990 erhielten die Plätze städtebaulich und symbolisch ihre Bedeutung zurück, neue Planungen wurden schnell entwickelt und innerhalb eines knappen Jahrzehnts auf der größten Baustelle Europas verwirklicht.
Die Bebauung des Potsdamer Platzes ist bereits abgeschlossen. Die Umsetzung der Planungen am Leipziger Platz geht ebenfall zügig voran.
Nach der Rückübertragung der Flächen des ehemaligen Wertheim-Areals an die jüdischen Alteigentümer wird für dieses Areal in Abstimmung mit dem Investor der Bebauungsplan I-15b erstellt.
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