Städtebau  
 

Nationale Projekte des Städtebaus

Ideenwettbewerb 2018 "Kreative und Produktive Stadt Berlin"



Motiv Zukunft Stadt
Ideenwettbewerb 2018, Grafik: Runze & Casper Werbeagentur GmbH

Fristende zur Einreichung der Ideenskizzen verlängert bis: 01. Oktober 2018!


Im Rahmen des Bundesprogramms "Nationale Projekte des Städtebaus" wird der Bund 2018/2019 voraussichtlich insgesamt 140 Mio. Euro (Verpflichtungsrahmen) in besonders innovative, national bedeutsame Projekte des Städtebaus investieren. Mit dem Bundesprogramm sollen investive sowie konzeptionelle Projekte mit besonderer nationaler bzw. internationaler Wahrnehmbarkeit, mit sehr hoher fachlicher Qualität, mit überdurchschnittlichem Investitionsvolumen oder mit hohem Innovationspotenzial gefördert werden.
Das Land Berlin beteiligt sich seit 2014 am jährlichen Projektaufruf des Bundes. Dieser Projektaufruf wird vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat an die Kommunen gerichtet. Die Kommunen sind antragsberechtigt und können für ausgewählte Projekte Skizzen einreichen.


Mit dem Ideenwettbewerb "Kreative und Produktive Stadt" macht sich das Land Berlin auf die Suche nach innovativen Projektideen für seine Antragstellung an den Bund im Rahmen des Projektaufrufs 2018 / 2019. Eingereichte Projektideen werden von einem Entscheidungsgremium bewertet. Von den eingereichten Projektideen sollen drei bis fünf ausgewählt werden. In Abstimmung mit dem Projektträger sollen die Skizzen weiterqualifiziert und an den Bund eingereicht werden.

Die Auswahl der Projekte seitens des Bundes erfolgt über eine Jury, welche die Projektideen im Einzelnen anhand der Kriterien des Förderprogramms bewertet. Förderschwerpunkte des Bundes waren in den vergangenen Jahren die Konversion von Militärflächen, interkommunale städtebauliche Kooperationen und der barrierefreie und demographiegerechte Umbau der Städte und Gemeinden. Im Land Berlin aus dem Bundesprogramm gefördert werden die Projekte "Flussbad Berlin" (konzeptionell), "Hansaviertel – Stadt von Morgen", "Tower THF – Öffnung des Flughafengebäudes Tempelhof", "House of One" und "Öffentliches Zentrum für Sprache und Bewegung am Campus Efeuweg".

Bei der Finanzierung handelt es sich um eine Projektförderung, der Bundesanteil beträgt 2/3. Die Mittel werden den Kommunen zur Verfügung gestellt. Im Land Berlin erhält diese Mittel die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen (SenSW), Referat IV C (Programmdurchführende Stelle). SenSW, Referat IV C reicht die Fördermittel (einschließlich Kofinanzierung Berlins) an die Bezirke oder in besonderen Fällen an Dritte bzw. verwaltungsexterne Projektträger mittels eines Zuwendungsbescheids weiter. Förderfähig sind unrentierliche Kosten.

Jedes Programmjahr enthält i.d.R. fünf Kassenjahre. Beispielsweise würden die Mittel für ein Förderprojekt im Programmjahr 2019 auf die Kassenjahre 2019, 2020, 2021, 2022, 2023 verteilt werden und sind in diesen Jahren zu verausgaben. Der Zuwendungsgeber gibt mit dem Zuwendungsbescheid feste Finanzierungsraten für die einzelnen Kassenjahre vor.

Förderschwerpunkt des Landes Berlin sind Projekte für die konzeptionelle oder bauliche Entwicklung Berlins als durchmischte, produktive Stadt.

Wichtige Hinweise
Mit der Einreichung einer Ideenskizze ist keine Garantie auf eine Förderung im Rahmen des Bundesprogramms "Nationale Projekte des Städtebaus" verbunden. Bei dem hiermit vorliegenden Ideenwettbewerb handelt es sich um die erste Stufe eines zweistufigen Verfahrens. Sollten Beiträge im Rahmen des ersten Schritts "Ideenwettbewerb" erfolgreich sein, folgt der zweite Schritt der Antragstellung beim Bund.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Ideenwettbewerbs ist der Projektaufruf durch den Bund noch nicht veröffentlicht worden. Deshalb sind alle hier genannten Informationen und Angaben (u.a. Förderschwerunkte des Bundes, Zeitplan) mit Vorbehalt zu betrachten.

Förderfähige Maßnahmen
Thema: "Kreative und Produktive Stadt Berlin"
Berlin wächst und verändert sich. Das Erfordernis der verstärkten räumlichen Funktionsmischung wird zunehmend deutlich. Gewerbe, Produktionsstandorte und Arbeitsplätze gehören in die Stadt, genauso wie Wohnungen. Wie und wo wollen wir zukünftig leben und arbeiten – in einer Stadt der kurzen Wege? Insbesondere die Digitalisierung bringt tiefgreifende Veränderungen für die Lebens- und Arbeitswelten und somit neue Herausforderungen für die Stadtentwicklungsplanung und das gesellschaftliche Zusammenleben in den Quartieren und Stadträumen.
Kann eine Werkstatt neben einem Start-Up-Unternehmen inmitten eines Wohngebiets betrieben werden? Welchen Mehrwert hat das für das Quartier? Wie können Handwerk und lokalen Dienstleistungen als wichtigen Komponenten der Berliner Mischung stabile Standort-perspektiven geboten werden? Welche soziointegrativen Aspekte sind damit verbunden?
Wie können etablierte Schwerpunkte der Produktion flächeneffizienter genutzt werden? Welche Rolle spielen der Städtebau und die Architektur? Auf welche Netzwerke kommt es an, welche Profilierungsansätze sind wichtig, um Umstrukturierungen erfolgreich durchzuführen?

Wie können der Bestand und historische Strukturen genutzt werden, um einer Funktionsmischung im Sinne kleinteiliger Produktion in innerstädtischen Gebieten oder gemischten neuen Quartieren Raum zu geben?
Welches Potenzial gibt es für öffentliche, halböffentliche und Gemeinschaftsräume?
Diesen und vielen weiteren Fragen muss sich die durchmischte, kreative und produktive Stadt der Zukunft stellen. Welche Lösungsansätze gibt es?

Konzeptionelle Maßnahmen
Haben Sie eine Projektidee für ein innovatives Konzept, welches die Themen der "produktiven Stadt" mit dem Thema "Wohnen" und anderen Themen auf der Quartiersebene verknüpft, um Strategien für neue Formen der "produktiven Stadt", der Funktionsmischung und Stärkung von ökologischen und innovativem Kreativpotentialen im Quartier aufweist, und Potential hat, zukunftsweisend weiter entwickelt zu werden?

Voraussetzung für die Einreichung einer Projektidee ist, dass die Eigentumsverhältnisse für den Standort geklärt sind.

Investive Maßnahmen
Verfügen Sie über ein Gebäude oder ein Grundstück in Berlin und möchten dieses zu einem Standort weiterentwickeln, an dem sich das kreative Arbeiten und / oder Produktionsstätten mit einer Wohnnutzung und / oder anderen Nutzungen im Quartier verbinden lässt?
Möchten Sie Planungs- und Baumaßnahmen umsetzen, um Ihr Konzept für diesen Standort zu realisieren?

Voraussetzung für die Einreichung einer Projektidee ist, dass die Eigentumsverhältnisse für den Standort geklärt sind.


Ideenskizzen
Ideenskizzen können Sie einreichen für:
  • konzeptionelle Maßnahmen
  • investive Maßnahmen


Mit der Ideenskizze müssen folgende Unterlagen eingereicht werden:
  • Deckblatt (siehe Anlage)
  • Projektbeschreibung (PDF-Datei, max. 2 DIN A4-Seiten)
  • Projektvisualisierung, sofern zutreffend (PDF-Datei, max. 2 DIN A4-Seiten)

Ideenskizzen können Sie ausschließlich digital per E-Mail bis zum 01. Oktober 2018 einreichen an:

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen
Frau Neele Reimann-Philipp
Referat IV C – Städtebauförderung / Stadterneuerung
neele.reimann-philipp@sensw.berlin.de
Telefon 030 / 90139-4912

Wichtige Hinweise

Die Dateigröße sollte pro Ideenskizze insgesamt 5 MB nicht überschreiten.
Bitte reichen Sie keine Modelle ein! Diese werden nicht bewertet und können nicht gelagert bzw. zurückgesendet werden.
TeilnehmerInnen am Ideenwettbewerb erhalten keine finanzielle Entschädigung für Ihren Beitrag.

Antragsberechtigung
Antragsberechtigt im Rahmen des Ideenwettbewerbs sind die Bezirke, landeseigene Wohnungsbauunternehmen sowie verwaltungsexterne Dritte (private Projektträger, Vereine etc.).

Auswahlkriterien
Für die Auswahl der Projekte sind u.a. folgende Kriterien ausschlaggebend (keine Rangfolge):
  • Beitrag zur Quartiersentwicklung / zum Gemeinwohl
  • konzeptionelle Schlüssigkeit der Projektidee
  • Machbarkeit und Realisierbarkeit im Förderzeitraum
  • nationale bzw. internationale Wahrnehmbarkeit
  • Innovationspotenzial
  • überdurchschnittliche Qualität


Weiteres Verfahren


Fristende zur Einreichung der Ideenskizzen bei SenSW
 
Vorauswahl Projektideen durch SenSW, Referat IV C (Programmdurchführende Stelle)
 
Sitzung Entscheidungsgremium mit Ideenvorstellung und anschließende Beratung der Programmdurchführenden Stelle durch das Gremium
 
finale Auswahl der Projektideen durch die Programmdurchführende Stelle in Abstimmung mit der Hausleitung SenSW
 
Weiterqualifizierung der 3-5 ausgewählten Projektideen in Abstimmung mit der Programmdurchführenden Stelle
 
Antragstellung mit 3-5 Projektideen für das Bundesprogramm "Nationale Projekte des Städtebaus"
 

Rückfragen

Bei Rückfragen steht Ihnen folgender Ansprechpartner zur Verfügung:

STATTBAU GmbH
Stadtentwicklungsgesellschaft mbH
Herr Horst Pfander
pfander@stattbau.de
Telefon 030 / 690 81 - 129