Maßnahmenplan zur Umsetzung einer vorbildhaften klimafreundlichen Abfallentsorgung im Land Berlin
Berlin ist mit rund 3,4 Mio. Einwohnern die bevölkerungsreichste Stadt Deutschlands. Zudem kommt der Stadt durch ihre Hauptstadtfunktion eine besondere Verantwortung bei der Umsetzung notwendiger Maßnahmen zur drastischen Reduzierung von Klimagasen sowie auch eine wichtige Signalfunktion für andere Kommunen zu. Im Rahmen einer nachhaltigen Klimaschutzpolitik muss sich auch die Abfallwirtschaft noch stärker auf den Klimaschutz ausrichten. Nach einer im Auftrag des Umweltbundesamtes, Bundesumweltministeriums und dem Bundesverband der Deutschen Entsorgungswirtschaft erarbeiteten Studie (Öko-Institut und IFEU-Institut) können Emissionen an treibhausschädlichen Gasen durch die deutsche Abfallwirtschaft bis zum Jahr 2020 um weitere rund zehn Millionen Tonnen CO2-Äquivalente pro Jahr reduziert werden.
Nach dem vom Abgeordnetenhaus im Mai 2011 beschlossenen Abfallwirtschaftskonzept für das Land Berlin soll die Berliner Abfallwirtschaft insbesondere unter den Aspekten des Ressourcenschutzes und des Klimaschutzes neu ausgerichtet und entsprechend optimiert werden. Ziel und Anspruch dieses Konzeptes ist es, eine weitere Klimaentlastung in Höhe von 1,1 Mio. CO2-Äquivalent (Kohlendioxid, Methan und Lachgas) pro Jahr spätestens bis 2020 umzusetzen. Dies soll auch durch eine klimaschonende und hochwertige Verwertung von nicht biogenen und biogenen Abfällen sowie durch die verpflichtende Anwendung von Umweltschutzkriterien bei der Vergabe öffentlicher Aufträge zur Beschaffung von Produkten, Bau- und Dienstleistungen (u.a. Beauftragung von Abfallentsorgungsleistungen) erreicht werden. In den letzten Jahren wurden durch die Senatsumweltverwaltung erste Konzeptionen zur nachhaltigen und klimaschonenden Verwertung von biogenen Abfallstoffen erstellt.
Zur Erreichung der genannten Ziele soll bis zum 31. Juli 2012 ein konkreter Maßnahmenplan zur Umsetzung einer vorbildhaften klimafreundlichen Abfallwirtschaft für das Land Berlin erarbeitet werden. Zur Finanzierung dieses Vorhabens hat die Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz einen entsprechenden Antrag im Rahmen der Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums gestellt und hierzu einen Bewilligungsbescheid vom Projektträger Jülich zur Durchführung des Projektes (FKZ 03KS1667) erhalten.
Für die Umsetzung dieses Vorhabens hat die Senatsumweltverwaltung das IFEU-Institut Heidelberg beauftragt. Das Arbeitspaket können Sie hier einsehen:
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
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10173 Berlin Thomas Schwilling
Fax: 030 9025-2523
E-Mail: Thomas Schwilling@senstadtum.berlin.de
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