Pflege und Unterhaltung
Grün an Bundesautobahnen
Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung verwaltet das Grün an Bundesautobahnen (BAB) innerhalb Berlins im Auftrag der Bundesstraßenverwaltung und in Auftragsverwaltung für den Bund.
Gesetzliche Grundlagen dafür sind:
- das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland (GG), Artikel 85, 90 (2)
- das Fernstraßengesetz, AZG § 4 i.V.m. Zust. Kat. Nr. 10 (3) (4), 11 (7).
Die anvertrauten Aufgaben sind:
- die regelmäßige Pflege der Grünflächen, bestehend aus Rasen- und Gehölzflächen,
- die Erhaltung der Verkehrssicherheit z.B. durch Entfernen von Totholz aus den Bäumen, die Kontrolle der Bäume nach Stürmen und die Fällung von bruchgefährdeten Bäumen,
- die Regulierung von Unfallschäden im Bereich der Grünflächen,
- die Unterhaltung von Grünflächen, die im Rahmen von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen im Umfeld der Autobahnen bestehen.
Freianlagen an Bundesautobahnen
Pflege von kleinen Grünflächen
Unterhaltung der Freianlagen an BAB
| Ausführungszeit: |
jährlich Mai - Oktober |
| Projektfläche: |
112 ha Rasen- u. Gehölzflächen |
| Kosten: |
jährlich 300.000 € |
Im Rahmen der gesetzlichen Grundlagen werden die Grünflächen an den Bundesautobahnen gepflegt. Die Pflegemaßnahmen werden als Extensivpflege mit 1 bzw. 2 Arbeitsgängen pro Jahr ausgeführt.
Pflege von Bäumen zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit
Verkehrssicherung
| Ausführungszeit: |
ganzjährig |
| Streckenlänge: |
ca. 80 BAB km = 160 km Bearbeitungsstrecke |
| Kosten: |
jährlich 200.000 € |
Ebenso werden auch die Aufgaben zur Erhaltung der Verkehrssicherheit an den Grünflächen der Bundesautobahn wahrgenommen.
Regulierung von Unfallschäden
| Ausführungszeit: |
ganzjährig |
| Streckenlänge: |
ca. 80 BAB km = 160 km Bearbeitungsstrecke |
| Kosten: |
jährlich unterschiedl. 5.000-10.000 € |
Durch Verkehrsunfälle verursachte Schäden an den Grünflächen der Bundesautobahnen werden beseitigt.
Trassenferne Grünanlagen
Zu der Unterhaltung von Freianlagen in der Auftragsverwaltung des Bundes gehören zum Teil auch die aus dem Autobahnneubau hervorgegangenen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen. In erster Linie sollen diese Maßnahmen die Eingriffe in Natur und Landschaft ausgleichen. Als positiver Nebeneffekt stellen sie für
das direkte Umfeld Naherholungsgebiete dar, die das
Freizeitangebot erweitern und aufwerten.
Drei Freianlagen dieser Art werden zur Zeit unterhalten:
Hans-Baluschek-Park (Tempelhof-Schöneberg)
| Lage: |
Westlich der S-Bahntrasse zwischen den Stationen Südkreuz und Priesterweg |
| Größe: |
55.000 m² |
| Baumpflanzung: |
250 Stück |
| Landschaftsarchitekt/in: |
Gabriele Kiefer |
Das Gelände ist geprägt durch große Wiesenflächen und den Asphaltweg, der von Skatern und Radfahrern gern genutzt wird. Eine Brücke über die S-Bahn stellt die Verbindung in den Naturpark Schöneberger Südgelände her.
- Carl-Weder-Park (Tempelhof-Schöneberg und Neukölln)
| Lage: |
Auf der Tunneldecke (Tunnel Ortsteil Britz) der Autobahn BAB A 100 |
| Größe: |
100.000 m² |
| Baumpflanzung: |
650 Stück |
| Landschaftsarchitekt/in: |
Seebauer, Wefers und Partner |
Auf einer Länge von ca. 1,8 km weist dieser Park die Struktur vieler Berliner Grünanlagen auf. Bäume entlang des Hauptweges, vielfältige Gehölzpflanzungen sowie Rasen- und Wiesenflächen bilden die Basis. Eingebettet in diese Grünflächen befinden sich Spiel- und Freizeitbereiche, die den Belangen aller Altersstufen Rechnung tragen.
- Grünzug Heidekampgraben (Treptow-Köpenick)
| Lage: |
Auf dem ehemaligen Mauerstreifen zwischen Kiefholzstraße im Norden und dem Britzer Zweigkanal im Süden. |
| Größe: |
90.000 m² |
| Baumpflanzung: |
330 Stück |
| Landschaftsarchitekt/in: |
Lohrer, Hochrein |
Auf einer Länge von 2,5 km parallel des Heidekampgrabens wurden die Brachflächen des ehemaligen Mauerstreifens und der bis dahin unbefestigte Weg neu gestaltet. Neben dem Bau des befestigten Geh- und Radweges, der Bestandteil des übergeordneten Radwegekonzeptes und des Mauerweges ist, erfolgte in den Randbereichen eine Ergänzung mit extensivem und intensivem Grün.
- Landschaftspark Rudow-Altglienicke
Nach Ablauf der Entwicklungspflege wird auch der Landschaftspark Rudow-Altglienicke in diese Unterhaltungspflege übernommen.
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