Natur + Grün  

 

Pflege und Unterhaltung

Grün an Bundesautobahnen


Autobahngrün an der AVUS; Foto: Philipp Eder

Kontakt

Ansprechpartnerin:
 
Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung verwaltet das Grün an Bundesautobahnen (BAB) innerhalb Berlins im Auftrag der Bundesstraßenverwaltung und in Auftragsverwaltung für den Bund.

Gesetzliche Grundlagen dafür sind:
  • das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland (GG), Artikel 85, 90 (2)
  • das Fernstraßengesetz, AZG § 4 i.V.m. Zust. Kat. Nr. 10 (3) (4), 11 (7).

Die anvertrauten Aufgaben sind:
  • die regelmäßige Pflege der Grünflächen, bestehend aus Rasen- und Gehölzflächen,
  • die Erhaltung der Verkehrssicherheit z.B. durch Entfernen von Totholz aus den Bäumen, die Kontrolle der Bäume nach Stürmen und die Fällung von bruchgefährdeten Bäumen,
  • die Regulierung von Unfallschäden im Bereich der Grünflächen,
  • die Unterhaltung von Grünflächen, die im Rahmen von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen im Umfeld der Autobahnen bestehen.
 

Freianlagen an Bundesautobahnen


Pflege von großen Grünflächen
 


Unterhaltung der Freianlagen an BAB
Ausführungszeit: jährlich Mai - Oktober
Projektfläche: 112 ha Rasen- u. Gehölzflächen

Im Rahmen der gesetzlichen Grundlagen werden die Grünflächen an den Bundesautobahnen gepflegt. Die Pflegemaßnahmen werden als Extensivpflege mit 1 bzw. 2 Arbeitsgängen pro Jahr ausgeführt.
 



 

Verkehrssicherung
Ausführungszeit: ganzjährig
Streckenlänge: ca. 80 BAB km = 160 km Bearbeitungsstrecke

Ebenso werden auch die Aufgaben zur Erhaltung der Verkehrssicherheit an den Grünflächen der Bundesautobahn wahrgenommen.



 

Regulierung von Unfallschäden
Ausführungszeit: ganzjährig
Streckenlänge: ca. 80 BAB km = 160 km Bearbeitungsstrecke

Durch Verkehrsunfälle verursachte Schäden an den Grünflächen der Bundesautobahnen werden beseitigt.
 

Trassenferne Grünanlagen


Zu der Unterhaltung von Freianlagen in der Auftragsverwaltung des Bundes gehören zum Teil auch die aus dem Autobahnneubau hervorgegangenen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen. In erster Linie sollen diese Maßnahmen die Eingriffe in Natur und Landschaft ausgleichen. Als positiver Nebeneffekt stellen sie für das direkte Umfeld Naherholungsgebiete dar, die das Freizeitangebot erweitern und aufwerten.

Trassenferne Grünanlagen - Hans-Baluschek-Park

Drei Freianlagen dieser Art werden zur Zeit unterhalten:

  • Hans-Baluschek-Park (Tempelhof-Schöneberg)


Lage: Westlich der S-Bahntrasse zwischen den Stationen Südkreuz und Priesterweg
Größe: 55.000 m²
Baumpflanzung: 250 Stück
Landschaftsarchitekt/in: Gabriele Kiefer

Das Gelände ist geprägt durch große Wiesenflächen und den Asphaltweg, der von Skatern und Radfahrern gern genutzt wird. Eine Brücke über die S-Bahn stellt die Verbindung in den Naturpark Schöneberger Südgelände her.

Hans-Baluschek-Park
 
  • Carl-Weder-Park (Tempelhof-Schöneberg und Neukölln)

Lage: Auf der Tunneldecke (Tunnel Ortsteil Britz) der Autobahn BAB A 100
Größe: 100.000 m²
Baumpflanzung: 650 Stück
Landschaftsarchitekt/in: Seebauer, Wefers und Partner

Auf einer Länge von ca. 1,8 km weist dieser Park die Struktur vieler Berliner Grünanlagen auf. Bäume entlang des Hauptweges, vielfältige Gehölzpflanzungen sowie Rasen- und Wiesenflächen bilden die Basis. Eingebettet in diese Grünflächen befinden sich Spiel- und Freizeitbereiche, die den Belangen aller Altersstufen Rechnung tragen.

Carl-Weder-Park
 
  • Grünzug Heidekampgraben (Treptow-Köpenick)

Lage: Auf dem ehemaligen Mauerstreifen zwischen Kiefholzstraße im Norden und dem Britzer Zweigkanal im Süden.
Größe: 90.000 m²
Baumpflanzung: 330 Stück
Landschaftsarchitekt/in: Lohrer, Hochrein

Auf einer Länge von 2,5 km parallel des Heidekampgrabens wurden die Brachflächen des ehemaligen Mauerstreifens und der bis dahin unbefestigte Weg neu gestaltet. Neben dem Bau des befestigten Geh- und Radweges, der Bestandteil des übergeordneten Radwegekonzeptes und des Mauerweges ist, erfolgte in den Randbereichen eine Ergänzung mit extensivem und intensivem Grün.

  • Landschaftspark Rudow-Altglienicke (Neukölln)

Lage: Westlich und östlich der BAB 113 sowie auf den Tunneldecken der Tunnel Rudower Höhe + Alt-Glienicke
Größe: 640.000 m²
Baumpflanzung: 2.300 Stück
Landschaftsarchitekt/in: ag.u Lange

Seit dem Jahr 2012 wird das 64 ha große Gebiet des Landschaftsparks Rudow-Altglienicke im Rahmen der Unterhaltungspflege, aufgeteilt in zwei Bereiche, gepflegt. Dies geschieht auf der Basis des im Vorfeld erarbeiteten Pflege- und Entwicklungskonzeptes. Außer der üblichen Rasen- und Wiesenmahd, der Pflege von Gehölzflächen und Bäumen sowie diversen Unterhaltungsmaßnahmen, bildet das jährliche Umbrechen der Ackerblumenflächen und die nachfolgende Neueinsaat mit wechselnden Arten einen besonderen Schwerpunkt. Neben den dadurch jährlich veränderten optischen Eindrücken für die Parkbesucher führt diese Maßnahme auch zu einer Verbesserung der Bodengüte und trägt zu einer Vielschichtigkeit von Flora und Fauna bei.

Im April 2014 wurde im Landschaftspark unter dem Motto „Fressen statt Mahd” ein neues Projekt gestartet. Hierbei werden zwei Biotopbereiche rund um die Pfuhle durch eine kleine Herde Wasserbüffel (7 Tiere) beweidet. Diese Art der Landschaftspflege ist preisgünstiger als die herkömmliche Wiesenmahd und die neuen „Landschaftspfleger” haben sich schnell zu einem Anziehungspunkt für die Parkbesucher entwickelt. Die Tiere werden bis November auf den Flächen verbleiben, beziehen dann ihr Winterquartier und kehren im Frühjahr des nächsten Jahres wieder zurück.

Nach den Vorgaben des Bundes erfolgt 2015 erstmalig ein Monitoring in diesem Bereich, um festzustellen, ob mit der bisher durchgeführten Pflege der Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen die angestrebten Kompensationsziele erreicht wurden bzw. zukünftig erreichen werden können.

mehr zum Landschaftspark Rudow-Altglienicke

Landschaftspark Rudow-Altglienicke; Foto: plan.b Landschaftsarchitektur
 
Landschaftspark Rudow-Altglienicke; Foto: plan.b Landschaftsarchitektur