Wohnen  
 

Blankenburger Süden

Fragen und Antworten


Auf dieser Seite finden Sie Antworten auf häufige Fragen zum neuen Stadtquartier Blankenburger Süden.

1. Warum braucht Berlin neue Wohnungen und Schulen?
Berlin wächst. Für die wachsende Zahl der Berlinerinnen und Berliner sind jedes Jahr neue Wohnungen nötig. Für die Familien und Kinder werden Schulen und Kitas gebraucht.
2. Warum soll Berlin im Blankenburger Süden wachsen?
In der ganzen Stadt wird nach Flächen für den Wohnungsbau gesucht. Der Blankenburger Süden scheint – bei allen Besonderheiten und Herausforderungen – eine der wenigen gut geeigneten Flächen für den Bau bezahlbarer Wohnungen zu sein. Zudem kann das Land Berlin als Grundstückseigentümer selbst entscheiden, wann und wie gebaut wird, und vor allem die Chance nutzen, städtischen Wohnungsbaugesellschaften, Genossenschaften und Baugruppen Wohnungsbauflächen anzubieten.
3. Was haben die Menschen in Blankenburg, Heinersdorf, Französisch-Buchholz und Malchow davon, dass in Blankenburg gebaut wird?
Voraussetzung für den Wohnungsbau ist u.a. die Lösung der bereits lange existierenden und zunehmenden Verkehrsprobleme. Davon profitieren alle in der Region. Neben neuen Wohnungen entstehen Kitas und Schulen, das Angebot an Kultur, Gastronomie kann sich erweitern.
4. Warum finden jetzt Vorbereitende Untersuchungen statt und was heißt das eigentlich?
Um das neue Stadtquartier gemeinsam mit Ihnen zu entwickeln, müssen zunächst verschiedene Rahmenbedingungen geklärt werden. Das geschieht bei den "Vorbereitenden Untersuchungen". Dabei wird so gut wie alles im Gebiet unter die Lupe genommen: Verkehr und Erschließung, Bodenqualität, Flora und Fauna, soziale Strukturen usw.. Erst dann können Aussagen getroffen werden, welche Einrichtungen und Maßnahmen erforderlich, wie viele Wohnungen und welche weiteren Nutzungen in welchen Bereichen tatsächlich möglich sind.
5. Wie kann ich mich beteiligen und wo informieren?
Im Gebiet der Vorbereitenden Untersuchungen kommen eine Vielzahl von heterogenen und teilweise widerstrebenden Nutzerinteressen und Raumansprüchen zusammen. Die Vielfalt und der Mitgestaltungswille sollen im Laufe der Planungen aufgenommen werden und zu einer attraktiven Quartiersgestaltung sowie -einbettung beitragen. Informationen zum neuen Stadtquartier "Blankenburger Süden", z.B. zu den jeweils aktuellen Entwicklungen, Antworten zu den häufig gestellten Fragen sowie Dokumentationen der Veranstaltungen, werden auf dieser Seite eingestellt.

Der begonnen Prozess der "Aktivierung und Beteiligung der Öffentlichkeit" wird bis Sommer 2017 konkrete Mitwirkungsformate und -möglichkeiten auch über den Prozess der Vorbereitenden Untersuchungen hinaus erarbeiten. Stand der Antwort: März 2017
Diese Antwort reagiert auf die Frage/die Anregung:
"Ich würde mich gern im Rahmen meiner Möglichkeiten an der Lösungsfindung beteiligen. Die dringendste Aufgabe sollte glaube ich erst mal sein, wie Sie die Anwohner über den Planungsstand auf dem Laufenden halten und eventuell an der Entscheidungsfindung beteiligen. Info-Veranstaltungen sind scheinbar, bei der Menge der Interessierten nicht geeignet."
6. Welche Veränderungen ergeben sich für künftige Bauanträge durch die Vorbereitenden Untersuchungen?
Die bestehenden planungsrechtlichen Genehmigungsgrundlagen bleiben zunächst unverändert erhalten. Die Zulässigkeit eines Bauvorhabens beurteilt sich in Abhängigkeit von der Lage nach den Regelungen des Baugesetzbuches (BauGB). Andere öffentlich rechtlichen Vorschriften bleiben ebenfalls unberührt (bspw. bauordnungs-, wasserschutz-, denkmalschutzrechtliche etc. Vorgaben).

Zusätzlich zu den ohnehin zu prüfenden Antragsgegenständen wird im Rahmen von Anträgen auf Baugenehmigung oder Bauvorbescheid seit der Bekanntmachung der Vorbereitenden Untersuchungen (Veröffentlichung im Amtsblatt am 09.09.2016) für Anträge im Untersuchungsbereich durch die zuständige Genehmigungsbehörde überprüft, ob das geplante Bauvorhaben die Entwicklung im Untersuchungsbereich nach derzeitigem Stand der Untersuchungen unmöglich machen oder wesentlich erschweren würde.

In diesen Fällen besteht die Möglichkeit, die Entscheidung über den Antrag um bis zu 12 Monate auszusetzen (vgl. § 165 BauGB in Verbindung mit § 15 BauGB). Dieses Instrument ("Zurückstellung von Baugesuchen") kommt nach dem aktuellen Planungsstand lediglich vereinzelt, dort wo das aktuell beauftragte Projekt mit wahrscheinlichen zukünftigen Planungen kollidiert - etwa im Zusammenhang mit den beauftragten Untersuchungen zu Trassenalternativen für eine Tram-Anbindung des neuen Stadtquartiers oder anstehenden Straßenbaumaßnahmen zur Verbesserung der verkehrlichen Situation im Nordosten Berlins - vor.
Stand der Antwort: März 2017
Diese Antwort reagiert auf die Frage:
"Wie werden private Bauprojekte in den nächsten Jahren genehmigt, die in dem großen Projekt liegen? Z.B. Waschstraße im Ort Buchholz?"
7. Welche Ziele gibt es für die Flächen der Kleingärten und Erholungsanlagen?
Für die Flächen der Kleingärten und Erholungsanlagen gibt es im Zusammenhang mit den Vorbereitenden Untersuchungen nach heutigem Stand keine verfestigten Ziele. Ob eine Entwicklung stattfinden wird, und wenn ja welche, wird frühestens mit der Erarbeitung erster Varianten im Rahmen der derzeit erst begonnen Vorbereitenden Untersuchungen diskutiert. Diese liegen Ende 2017/Anfang 2018 vor und enthalten erste Optionen / Varianten zu Entwicklungsmöglichkeiten, die ggf. auch die Kleingarten- und Erholungsanlagen betreffen können. (Zu dem Ablauf der Vorbereitenden Untersuchungen können Sie sich hier weitergehend informieren).
Stand der Antwort: März 2017
Diese Antwort reagiert auf die Fragen:
"Wie soll mit den Kleingärten bei der Planung umgegangen werden? Werden neue Kleingärten für akut bedrohte Kleingärten geplant?"
"Warum sind die Kleingartenanlagen Neu-Hoffnungstal und Heinersdorf eV. rot markiert? Sollen im Bereich dieser KGAs Veränderungen stattfinden? Bleiben alle Gärten erhalten?"
8. Werden die unterschiedlichen Verkehrskonzepte für den ÖPNV oder auch den motorisierten Individualverkehr miteinander verknüpft?
Über die gesamte Prozesskette wird konsequent sichergestellt, dass sowohl die Untersuchungen für den Bereich Straße als auch die für die Straßenbahn eng verzahnt erarbeitet werden. Bereits während der Ausschreibung der Untersuchungen ist der Austausch zwischen den Büros gewährleistet, welcher sich insbesondere auf den Austausch von Eingangsdaten und -annahmen sowie (Zwischen-)Ergebnisse bezieht. ‎Daneben ist das Land als Auftraggeber der Untersuchungen dafür verantwortlich, dass Eingangsparameter und Ergebnisse konsistent verwendet werden.
Stand der Antwort: März 2017
Diese Antwort reagiert auf die Frage:
"Werden alle Verkehrsstraßenkonzepte (ÖPNV, Individualverkehr) systematisch verknüpft?"
9. Welchen Nutzen soll die Verlängerung der M2 bringen?
Der Untersuchungsraum der Vorbereitenden Untersuchungen weist schon heute ein erhebliches Defizit bei der Verkehrsinfrastruktur auf. Die Entwicklung des neuen Stadtquartiers wird weitere verkehrsplanerische Herausforderungen mit sich bringen. Eine integrierte Untersuchung und Überarbeitung der bestehenden Verkehrsinfrastruktur ist für die Entwicklung das neue Stadtquartier daher unumgänglich. Die Weiterentwicklung der Verkehrsinfrastruktur wird eine ausgewogene Mischung und Verknüpfung der Verkehrsarten berücksichtigen.

So bietet die Verlängerung der Straßenbahnlinie M2 die Möglichkeit, einen großen Teil des Verkehrsaufkommens im Untersuchungsraum mit dem öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) abzuwickeln und eine direkte Anbindung an das Stadtzentrum sicherstellen. Die Straßenbahn könnte zudem eine Verzahnung des neuen Stadtquartiers mit den bestehenden Ortsteilen Heinersdorf und Blankenburg ermöglichen.
Stand der Antwort: März 2017
10. Werden auch neue Abstellmöglichkeiten für Fahrräder in der Nähe der S-Bahn- sowie Straßenbahnstationen geplant?
Die Weiterentwicklung der Verkehrsinfrastruktur wird eine ausgewogene Mischung und Verknüpfung der Verkehrsarten berücksichtigen. So wird auch die Fahrradverkehrsinfrastruktur zu ertüchtigen sein. Die Senatsverwaltung begrüßt den Vorschlag zur Verbesserung der Abstellmöglichkeiten für den Radverkehr.

Im Rahmen der verkehrlichen Untersuchungen wird der Stellplatzbedarf (für Fahrrad und PKW) ebenfalls mitbetrachtet. Das Schaffen von einem erhöhten Angebot an Abstellmöglichkeiten für das Fahrrad ist notwendig. Es sind ausreichende Flächen im öffentlichen Raum an Bedarfsschwerpunkten und insbesondere im nahen Zugangsbereich zu Tram- und S-Bahnstationen vorzusehen, damit die Errichtung von Fahrradabstellplätzen durch den Bezirk sowie im Rahmen der Bauprogramme der Verkehrsunternehmen (S-Bahn Berlin GmbH und BVG) erfolgen kann.

Dabei ist zu berücksichtigen, dass auch neue Abstellsysteme (Doppelstockanlagen, Sammelschließanlagen, Fahrradparkhäuser- bzw. –stationen) aufgrund der geänderten Abstellbedürfnisse (Pedelecs, E-Bikes, Lastenräder, Räder mit Hänger, hochwertige Räder) zur Anwendung kommen können. Diese Modelle werden mit der Strategie Fahrradparken forciert sowie getestet und sollen in der Zukunft verstärkt gefördert werden.

Weiterhin ist sicherzustellen, dass die nach der Bauordnung nachzuweisenden Fahrradabstellanlagen durch die Wohnungsbaugesellschaften entsprechend der AV Stellplätze umgesetzt werden.
Stand der Antwort: März 2017
Diese Antwort reagiert auf die Frage:
"Kann man für den kleinen Individualverkehr vielleicht in der Nähe des S-Bahnhofs Blankenburg oder dann der M2-Tram-Anbindung an ein Fahrrad-Parkhaus denken? (So etwas wie in Bernau. Das würde für viele Anwohner ausreichen als schnelle Anbindung an die Schienen. Der Bahnhofsplatz ist auch jetzt schon für die Fahrräder hoffnungslos überlastet)"
11. Wie erfolgt die Grundstücksvergabe?
Der Neubaustandort „Blankenburger Süden“ steht derzeit am Anfang einer mehrjährigen Entwicklungsphase. Im Rahmen der nun eingeleiteten Vorbereitenden Untersuchungen wird bis zum Sommer 2018 zunächst zu prüfen sein, ob und wenn ja in welchem räumlichen Umgriff welche städtebaulichen Maßnahmen zur Anwendung kommen. Hierzu werden, voraussichtlich bis zum Sommer 2017, die relevanten planerischen Grundlagen ermittelt. Anschließend werden, bis Anfang 2018, konkrete Entwicklungsziele für einzelne Teilbereiche erarbeitet bevor, bis Mitte 2018, eine konkrete Umsetzungskonzeption zur Quartiersentwicklung erarbeitet wird.

Erst nach Abschluss dieses Prozesses können ggf. weiterführende Maßnahmen eingeleitet werden (städtebauliches Konzept etc.). Eine Vermarktung einzelner Teilflächen durch das Land Berlin ist wegen des frühen Planungsstadiums auf absehbare Zeit noch nicht vorgesehen und konkrete Investoren wurden bislang nicht ausgewählt. Die sich im Eigentum des Landes Berlin befindlichen landwirtschaftlichen Flächen sollen zu einem Teil über städtische Wohnungsbaugesellschaften entwickelt werden, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.

Daneben werden auch für private Bauinteressenten, Baugenossenschaften, Baugemeinschaften, Baugruppen etc. Möglichkeiten bestehen, Grundstücke zu erwerben und diese im Sinne der Entwicklungsziele zu nutzen. Aktuelle Informationen zum Ablauf der Grundstücksvergabe liegen voraussichtlich nicht vor 2019 vor.
Stand der Antwort: März 2017
Diese Antwort reagiert auf die Fragen:
"Wie können wir unser Flächeninteresse bekunden bzw. wie kommen wir frühzeitig mit den ausgewählten Investoren in Kontakt?"
"Wie wird die Fläche von 70 ha aufgeteilt? Wo müssen die kleinen Bauformen Wohngruppen, Baugruppen und neue Genossenschaften ihren Bedarf anmelden, damit dieser bei der Bauplanung berücksichtigt werden kann? "
12. Was passiert, wenn die Bevölkerung das Projekt nicht möchte?
Die Entscheidung, die landeseigenen, bisher landwirtschaftlich genutzten Flächen zwischen Blankenburger Pflasterweg, Heinersdorfer Straße und Schmöckpfuhlgraben als potentiellen Wohnungsneubaustandort zu untersuchen, ist eine politische und gesamtstädtische. Sie ist bereits durch die Darstellung im Flächennutzungsplan von Berlin vorbereitet. Der Beschluss über die Durchführung vorbereitender Untersuchungen erfolgte durch den Berliner Senat, dies ist noch keine Entscheidung zur Realisierung.

Die interessierte Bürgerschaft soll zu einem frühen Zeitpunkt mittels Öffentlichkeitsbeteiligung mit in die weiteren Überlegungen einbezogen werden. Ziel dieses Verfahrens ist es, Bedenken und Anregungen frühzeitig berücksichtigen zu können und im Rahmen der verfügbaren Handlungsspielräume eine möglichst breit getragene Planung zu entwickeln. Das kann auch bedeuten, dass die endgültige Planung nicht dem Willen aller entspricht.

Ob diese im Beteiligungsprozess entwickelten Planungen dann letztendlich umgesetzt werden, obliegt dem politischen Entscheidungswillen der gewählten Volksvertreter im Abgeordnetenhaus. Eine seriöse Prognose zum Ausgang dieses Prozesses kann zu diesem Zeitpunkt nicht abgegeben werden.
Stand der Antwort: März 2017
Diese Antwort reagiert auf die Frage:
"Was passiert, wenn die Bevölkerung das Projekt nicht möchte? Setzt man sich dann über den Bürgerwillen hinweg?"