Wohnen  

 

Wohnungsneubau

Berliner Modell


Schrägluftbild Berlin 2013; Foto: Philipp Meuser
Foto: Philipp Meuser

Berliner Modell der kooperativen Baulandentwicklung


Das 2014 eingeführte Berliner Modell der kooperativen Baulandentwicklung regelt einheitlich und transparent den Abschluss städtebaulicher Verträge in Berlin.

Die Leitlinie in der vorliegenden Fassung ist ab dem 1. November 2018 anzuwenden.

Damit steht eine überarbeitete und aktualisierte Version zur Verfügung, die Erfahrungen aus der Praxis berücksichtigt und angepasste Kennwerte umfasst.

Im Rahmen des Berliner Modells wird die Übernahme der Kosten für soziale und technische Infrastruktur, die Voraussetzung oder Folge des geplanten Vorhabens mit Wohnnutzung sind, über einen mit dem Vorhabenträger zu schließenden städtebaulichen Vertrag sichergestellt. Zum Erhalt und zur Stärkung einer sozial stabilen Bewohnerstruktur im Land Berlin wird zudem die Umsetzung von Mietpreis- und Belegungsbindungen vertraglich vereinbart.

Die Quote für förderfähigen mietpreis- und belegungsgebundenen Wohnraum beträgt 30 Prozent der Geschossfläche Wohnen.

Die vom Vorhabenträger zu tragenden Leistungspflichten müssen insgesamt angemessen sein. Die Prüfung der Angemessenheit erfolgt über ein vereinfachtes Bewertungsschema, wobei der Bodenwert zu Beginn der Planung dem geschätzten Bodenwert am Ende der Planung gegenübergestellt wird. Dafür stehen je nach Art des Baugebiets bzw. des geplanten Vorhabens mit Wohnnutzung unterschiedliche Berechnungstools zur Verfügung.

Die Leitlinie zum Berliner Modell der kooperativen Baulandentwicklung hat in ihrer Aktualisierung 2018 folgende Kernthemen zum Gegenstand:
  • Aufnahme der Quote für mietpreis- und belegungsgebundenen Wohnraum von 30 % der Geschossfläche Wohnen
  • Anpassung an die Wohnraumförderungsbestimmungen WFB 2018
  • Anpassung der Planungsrichtwerte für die Kindertagesbetreuung
  • Anpassung der Kostenkennwerte im Wohnungsneubau
  • Anpassung der pauschalen Kostenansätze für die Herstellung von Kita- und Grundschulplätzen
  • Anpassung der Herstellungskosten für Straßenflächen, Wegeflächen, Quartiersplätze, Grünflächen und Spielplätze.
Die berlinweit einheitliche Verfahrensweise zum Abschluss städtebaulicher Verträge sichert eine Gleichbehandlung der Vorhabenträger sowie die Kalkulationssicherheit für das Vorhaben und dessen Folgebedarfe. Der kooperative Modellansatz umfasst in transparenter Art und Weise Leistungen, die für einen abwägungsfehlerfreien Bebauungsplan erforderlich sind.

Aktuell

Fortschreibung des Berliner Modells der kooperativen Baulandentwicklung 2018: Für ca. 20.000 Wohnungen wurden bisher städtebauliche Verträge nach dem Berliner Modell der kooperativen Baulandentwicklung abgeschlossen.

Kontakt

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen
Wohnungsbauleitstelle
Württembergische Straße 6
10707 Berlin

Grit Schade
Tel.: 030 90139-4016
E-Mail: wohnungsbauleitstelle@sensw.berlin.de

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