Wohnen  

 

Berliner Wohnungsmarkt

Studie "Der Berliner Wohnungsmarkt - ein Standortvorteil"


Die nunmehr vorliegende Studie "Der Berliner Wohnungsmarkt - ein Standortvorteil" wurde von der Bergischen Universität Wuppertal in Kooperation mit Quaestio Forschung und Beratung Bonn im Auftrag der Investitionsbank Berlin erarbeitet. Sie beschäftigt sich mit der Bedeutung des Wohnungsmarktes als Standortfaktor. Hierzu wurden insbesondere die Unterschiede in den Mietpreisen zwischen Berlin und ausgewählten Vergleichsstädten analysiert.

Zum einen werden aus Sicht der nachfragenden Haushalte Standortentscheidungen auch durch das Preis-Leistungs-Verhältnis beeinflusst, zum anderen müssen Unternehmen höhere Lebens- und Wohnkosten teilweise durch höhere Löhne ausgleichen, so dass die Wohnungsmarktbedingungen als Standortfaktor auch für die Unternehmen eine zunehmende Bedeutung haben.

Im Rahmen der Studie wurde eine differenzierte Analyse der Wohnmieten (hier Angebotsmieten) in den Vergleichstädten durchgeführt, da der Durchschnittspreis relativ wenig darüber aussagt, welche Haushaltstypen und welche Einkommensgruppen sich gut versorgen können und welche Haushalte Probleme haben werden. In einem nächsten Schritt wurden die Wahlmöglichkeiten und Anpassungszwänge bezogen auf ihre Zahlungsfähigkeit bzw. Zahlungsbereitschaft und Flächenanspruch der dazu gebildeten neun Referenzhaushaltstypen genauer untersucht. Abschließend wurde noch eine qualitative Analyse von Wohnungsinseraten vorgenommen.

Im Ergebnis kommt die Studie zu dem Schluss, dass der Wohnungsmarkt in Berlin sowohl im nationalen wie auch im internationalen Vergleich sehr günstig ist. Darüber hinaus wurde festgestellt, dass in Berlin nicht nur Wohnungen günstiger zu bekommen sind, sondern, dass bei gleicher Zahlungsfähigkeit in Berlin auch mehr Wohnqualität erhältlich ist. Dies gilt für alle Haushaltstypen und Einkommensgruppen. So kann z.B. ein Zweipersonenhaushalt in Berlin mit mittlerem Einkommen (rd. 2.400 €) bei einer Zahlungsbereitschaft von 17,3 % des Einkommens (Nettokalt) und einem Flächenanspruch von 69 m² 64 % der angebotenen Wohnungen finanzieren. In Frankfurt sind es nur 3 % und in München sogar nur 1 %. Darüber hinaus gibt dieser Haushalt rd. 3.500 € in Jahr weniger für das Wohnen aus als ein vergleichbarer Haushalt in München oder Frankfurt.

Damit hat Berlin mit seinem preiswerten Wohnungsmarkt eine hervorragende Ausgangsposition im Wettbewerb um Unternehmensansiedlung und qualifizierte Arbeitskräfte, denn der Wohnungsmarkt als Standortfaktor wird zunehmend wichtiger werden.