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    Städtebau  
 

Wettbewerbe

Erweiterung Rathaus Zehlendorf, Berlin Steglitz-Zehlendorf

Städtebauliches Gutachterverfahren



BEENDET !!!
Die Bewerbungsfrist war am 13.04.2021 abgelaufen.





Kurze Beschreibung


Das Rathaus Zehlendorf am alten Dorfkern in Zehlendorf-Mitte soll zu einem modernen publikumsorientierten Service- und Verwaltungsgebäude umgebaut und erweitert werden. Mit dem Gutachterverfahren sollen die städtebaulichen Voraussetzungen und die räumlichen und flächenmäßigen Potentiale für die erforderlichen Neubauten sowie die Anbindung an das zu erhaltende denkmalgeschützte Hauptgebäude geklärt und ein Konzept für die Umgestaltung der Freiflächen entwickelt werden.

Mit der Erweiterungsmaßnahme sollen bislang an unterschiedlichen Standorten untergebrachte Organisationseinheiten mit Publikumsverkehr am Standort Zehlendorf-Mitte zusammengeführt und eine zentrale Anlaufstelle für die Stadtgesellschaft geschaffen werden. Das denkmalgeschützte Hauptgebäude von 1928 wurde in den 50er bis 70er Jahren durch vier weitere Bauteile ergänzt, die jedoch sämtlich erhebliche funktionale bzw. baulich-energetische Mängel aufweisen und nicht erhalten werden sollen. Das Hauptgebäude soll daher mittels Neubauten für die benötigten Flächenbedarfe und einem zentralen Anlauf- und Servicepunkt ergänzt werden. Die Einbindung des jetzigen Standortes der Gottfried-Benn-Bibliothek am Nentershäuser Platz sowie eine mögliche Integration der Bibliothek soll im Rahmen des Gutachterverfahrens ebenfalls untersucht werden.

Die geplante Neugestaltung des Areals bietet die Möglichkeit, eine neue architektonisch-funktionale Vision für das Rathaus zu entwickeln, bei der die Einbindung der Öffentlichkeit von Anfang an vorgesehen ist. In einer öffentlichen Diskussion sollen Interessierte an der zukünftigen Entwicklung mitwirken und ihre Vorschläge zur Umwandlung eines Verwaltungsgebäudes zu einem Ort für die Öffentlichkeit einbringen. Der Neubau des Rathauses Zehlendorf soll mit seinen öffentlichen Angeboten und der prominenten Lage im alten Stadtkern auch ein Impulsgeber für die gesamte Entwicklung des Ortsteilzentrums Zehlendorf sein.

Insgesamt ist für die zukünftig circa 800 Mitarbeitenden von einem Flächenbedarf von rund 30.000 m² Bruttogrundfläche (BGF) auszugehen. Davon sollen rund 10.000 m² im denkmalgeschützten Hauptgebäude untergebracht werden. Die Verwaltungsflächen sollen durch ein öffentlichkeitswirksames Angebot wie die mögliche Integration der Bibliothek, einem Café und einer Kantine, die auch Besuchenden offenstehen soll, ergänzt werden. Der Außenraum soll zu einem Bereich mit qualitätsvollen Angeboten für Beschäftigte und die Öffentlichkeit umgeplant werden. Ziel ist es, ein qualitätsvolles städtebauliches Gesamtkonzept für die Erweiterung des Rathauses Zehlendorf zu entwickeln, das als tragfähige Grundlage für die Erstellung eines Bedarfsprogramms und den nachfolgend geplanten Realisierungswettbewerb dienen soll.

Im Anschluss an das Gutachterverfahren soll voraussichtlich im Herbst 2021 mit der Erstellung des Bedarfsprogramms begonnen werden. Das Bauvorhaben ist in der Investitionsplanung 2020-2024 eingestellt. Es wird von Kosten in Höhe von rund 70 Mio. Euro ausgegangen.

Das Gutachterverfahren wird als nicht-anonymes Verfahren mit maximal fünf Teams aus Architekt:innen und/oder Stadtplaner*innen mit Landschaftsarchitekt*innen durchgeführt. Dem Verfahren wird ein qualifizierter Teilnahmewettbewerb vorgeschaltet.

Das städtebauliche Gutachten soll Anfang Mai 2021 mit einem Auftaktkolloquium und einer Ortsbesichtigung starten. Die beauftragten Teams sollen je eine städtebauliche Konzeption für den Standort entwickeln und die Entwurfsergebnisse im Rahmen eines Arbeitskolloquiums sowie eines Ergebniskolloquiums einer Jury vorstellen. Die Anmerkungen der Jury beim Arbeitskolloquium sollen bis zum Ergebniskolloquium eingearbeitet werden. Die Jury besteht aus einer stimmberechtigten Delegation der beteiligten Verwaltungen und drei unabhängigen externen Fachkundigen (Architekt*innen, Stadtplaner*innen und/oder Landschaftsarchitekt*innen) in beratender Funktion.

Außerdem sollen die vorläufigen Entwurfsergebnisse vor dem Ergebniskolloquium zur öffentlichen Diskussion gestellt werden. So soll die interessierte Öffentlichkeit die Möglichkeit erhalten, Wünsche und Anregungen zur städtebaulichen Entwicklung zu geben. Die Ergebnisse werden zusammengestellt und den Teams für das Ergebniskolloquium zur Verfügung gestellt.

Die Arbeitsergebnisse (Pläne, Modelle) gehen in das Eigentum der Auftraggebenden über. Die Ergebnisse können ohne weitere Vergütung für die weitere Planung herangezogen werden, soweit durch die Auftraggebenden keine Überarbeitung gefordert wird.

Die Teilnahme zum städtebaulichen Gutachterverfahren erfolgt ausschließlich über https://www.wettbewerbe-aktuell.de/onlineverfahren/ov/327.

Bewerbungsfrist ist der 13.04.2021, 12:00 Uhr
Luftbild mit Gebiet
Schrägluftbild mit Kennzeichnung des Gebietes;
Foto: SenStadtWohn