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2.4 Absatz des Ergebnisartikels

2.4 Verbindungen schaffen

Einen Park kann man am besten dann in die täglichen Gänge einbinden, wenn er auch "passierbar" ist. Der Park sollte zu allen angrenzenden Straßen offen sein. Zudem sollte eine gute Durchquerung von Ost nach West, sowie von Nord nach Süd möglich sein.

Vor allem die Verbindung (Radfahrer, Fußgänger, Skater) zwischen Kreuzberg und Schöneberg (Ost-West-Verbindung) sollte schnell geschaffen werden. Die erste Möglichkeit dafür bietet sich niveuaufrei nördlich der Ausfahrt des Bahntunnels. Dort könnte schon heute die Verbindung von der Luckenwalder Str. zur Pohlstraße freigegeben werden. Eine Querverbindung für Radfahrer Pohl-Obentrautstr. wäre sinnvoll, möglichst mit Anschluss an den U-Bahnhof Gleisdreieck.


Es wurde mehrfach betont, dass die Ost-West-Verbindung mit einer Brücke über die ICE-Trasse geschaffen werden sollte. Gut wäre eine architektonisch ansprechende, leicht wirkende Konstruktion, die dem Park gleichzeitig ein Gesicht gibt; denn nur eine schöne Brücke lädt zum Herübergehen ein und zertrennt dabei nicht den Park! Da die Brücke zwischen Horn- und Bülowstraße voraussichtlich nicht in einem Stück realisiert werden kann, sind intelligente Teillösungen bzw. attraktive stückweise strategische Realisierungen anzustreben. Eventuell können hierfür recyclingfähige historische Brückenteile verwertet werden (die Bahn dürfte solche auf Lager haben), auch um den Park als ehemaliges Bahngelände bzw. die Geschichte des Geländes zu thematisieren. Die Brücke, die den östlichen und westlichen Park miteinander verbinden soll, könnte an Attraktivität noch gewinnen, indem sie in beide
Richtungen, eventuell auch noch in nördlicher und südlicher Richtung, durch Rutschbahnen aus einheimischen Holz ergänzt wird.

Die Brücke darf aber nicht unwirtlich wirken oder dunkle Ecken und Nischen erzeugen. Sie darf auf keinen Fall die freie Sicht über das Gelände stören. Diese Aussicht ist wesentlich für den besonderen Charme, den das Gelände heute schon besitzt. Die Auffahrten müssen kurz sein, sonst will doch keiner hinauf. Notfalls sind Fahrstühle einzubauen.

Die Yorckbrücken sollten als "Brücken der Begegnung" einbezogen werden. Der Weg könnte sich an dieser Stelle gabeln und über möglichst viele der Brücken führen. Schön wäre deshalb eine Begrünung und Nutzung von möglichst vielen Yorkbrücken als Fussgängerbrücken um den nördlichen und südlichen Parkteil optisch und funktionell eng zu verweben. Um steile An- und Abstiege im Bereich der Fernbahn zu vermeiden, wird für eine langgezogene Fahrradbrücke über den Park plädiert. Diese würde auch den Parkbenutzern eine andere Höhenperspektive bringen.

Wenn der derzeitige Golfplatz nicht über das Ende des derzeitigen Pachtvertrages hinaus verlängert wird, wird Platz für eine Durchquerung in Nord-Süd-Richtung geschaffen werden, um das Gelände schnellstmöglich wieder in den umliegenden Stadtraum zu integrieren. Nord-Süd-Wege könnten vom Landwehrkanal rechts und links der Bahntrassen erfolgen.

Die Anbindung an bestehende Grünflächen wie den Nelly-Sachs-Park, den Viktoriapark und die Fortführung der Fahrrad-/Skater-/Fußgängerstrecke zum Südgelände ist unbedingt zu beachten. Der Park Gleisdreieck könnte mit dem Naturpark am Südgelände durch eine grüne Schneise verbunden werden. So ergäbe sich ein durchgehender Grünzug Tiergarten - Tilla-Durieux-Park - Gleisdreieck - Südgelände - Insulaner.



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Kommentare
Verbindungen
(Kommentar von Stefan 12.11.2005 | 23:33)
Zustimmung! Die Verbindungen für Fußgänger und Radfahrer (und Skater) sind sehr wichtig, um dieses Gelände in die Stadt einzubinden.


Info zum Artikel
Von: Moderation (dr)

01.11.2005 | 18:51
Artikel-Nr.: 365
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