berlin.de berlin.de

2.6 Absatz des Ergebnisartikels

2.6 Wegenetz gestalten

Durch die Bepflanzung und die Wege sollte eine gute Orientierung, d.h. freie Sicht auf umliegende Landmarken, z.B. Luther-Kirche, Bahnhof Gleisdreieck und die Bahntrassen erreicht werden.

Die Öffnung aller Wege und Zugänge innerhalb der Kleingartenanlage sowie die Öffnung des Technikmuseum zum Park hin sollten eine bessere Integration des Areals schaffen. Daneben sollte ein kleineres Wegenetz innerhalb des Parkes für die anderen Nutzungen (Ruhe, Spiel, Sport, Sonnen) erhalten.

Bei der Parkplanung sollte auch die Radwegeinfrastruktur durch kurze und schöne Wege durch den Park verbessert werden - möglichst durch sehr breite Wege oder sogar vom Fußverkehr getrennte Wege, damit der Radverkehr nicht auf Kosten des Fußverkehrs geht und umgekehrt und es keine gegenseitigen Behinderungen gibt. (Kreuzungen mit Tunnel oder Überführungen) Entsprechend breite Radwege sollten so angelegt werden, dass Fußgänger nicht beeinträchtigt werden. Eine Platzierung neben den Bahntrassen bietet sich für schnelle Wege in Nord-Süd-Richtung an und würde eine Trennung von Schnellen und Langsamen, Radfahrern und Fußgängern ermöglichen und Konflikten vorbeugen. Neben diesen schnellen Verbindungen sollte es langsamere Wege, die nicht asphaltiert sein sollen (wassergebundene Decke), zu den unterschiedlichen Nutzungen im Park geben.

Unbedingt zu erhalten sind die Höhenunterschiede auf dem Gelände. Die Fußwege könnten durch leichtes und abwechselndes Gefälle sehr an Attraktivität gewinnen. Die Kopfsteinpflasterwege bleiben erhalten. Dort kann man spazierengehen, ohne dass man umgefahren wird.

Sogar ein Weg mit einer Abfolge von ganz unterschiedlichen Materialien - zum Ertasten des Weges mit den Füßen - könnte eine Attraktion sein und nicht nur Kinder zum Barfußgehen einladen. Am Potsdamer Platz ankommen und erst mal Schuhe ausziehen!

Zum Joggen sind Sandwege am besten geeignet. Mit ein paar Lampen lässt sich die Freude am Park um viele Stunden verlängern. Diese Lampen sollten allerdings neuesten naturschützenden Standards entsprechen und dürften keine Insektenfallen sein.
Auch sollten sie kein grelles Licht verbreiten und nicht den Mond übertrumpfen wollen. Ein deutlicher Unterschied zur Straßenbeleuchtung ist wichtig.

Kleine Wege brauchen nicht teuer angelegt zu werden. Durch Steine, Bäume usw können bestimmte Pfade vorgegeben werden. Sollte sich herausstellen, dass die Besucher andere Wegen gehen, sollte man flexibel reagieren und umplanen. So schützt man die Flächen. Trampelpfade sind oft auch schöner als angelegte Wege.



Zum Gesamttext


Verknüpfungen anderer Autoren



Info zum Artikel
Von: Moderation (dr)

07.11.2005 | 18:01
Artikel-Nr.: 449
 Aufrufe: 18
 Verknüpfungen: 5
 Kommentare: 0