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5. Absatz des Ergebnisartikels

5. Vorschläge zur Mitfinanzierung

Zur Finanzierung schlage ich vor, dass der Senat von Berlin die Infrastruktur finanziert, dafür sich aber aus der restlichen Finanzierung komplett zurückziehen kann. Bei diesem Vorschlag wird übersehen, dass die Infrastruktur - gemeint sind hier wohl Wege und Eingangstore, Entwässerung, Brückenbau, Lampen usw - den Löwenanteil der Kosten darstellen, die Pflanzen je nach landschaftsarchitektonischem Gestaltkonzept aber sehr gering ausfallen können bis "mäßig hoch" sind.

Die laufende Finanzierung sollte durch Eintrittsgelder nach Vorbild des Britzer Gartens erfolgen. Menschen, die den Park oft nutzen, können sich eine Saisonkarte kaufen. Dies würde auch vielen Menschen Arbeit bringen. Die ALG-II und Sozialhilfe-Sätze sowie die Renten werden entsprechend erhöht. Schließlich soll jeder jederzeit den Park besuchen können.

Für die gesamte Gestaltung und Bepflanzung des Parks sollten die umliegenden Hausbesitzer (als Profiteure durch gesteigerten Immobilienwert) mit einer Zwangsabgabe belegt werden. Sie sollten auch die Parkmeister/Parkmeisterinnen als Portiers / Portières einstellen, wenn sie ein "Parktor-Haus" besitzen, also ein Haus unmittelbar neben dem Park. Auf welcher Rechtsgrundlage diese beiden Vorschläge aber geschehen soll, ist unklar.

Vielleicht koennte man einen Biergarten oder etwas kommerzielles dort eroeffnen und an den laufenden Unterhaltkosten beteiligen.

Die 24 Mio.€ Ausgleichsgelder sollten allerdings zunächst für die Brückenverbindung zwischen Horn- und Bülowstraße verwendet werden. Falls die Kosten dieser Brücke den Rahmen der Ausgleichsgelder sprengen, müßte sie durch eine gesonderte Finanzierung zu realisieren sein, weil diese Grün-Verbindung für Fahrradfahrer, Skater und Läufer unbedingt erforderlich ist.

Für die Pflege der neuen Parklandschaft sollte die Parkgenossenschaft Gleisdreieck oder eine Stiftung aufkommen, die - mit Spenden bzw. Stiftungsgeldern ausgestattet - die Verantwortung für eine nutzerfreundliche Unterhaltung des Parks übernimmt. Bürgeschaftliches Engagement z.B. durch die AG Gleisdreieck mindern den Finanzierungsbedarf bei der Pflege des Parks.

Unternehmen wie BVG und Vivico, Siemens, Mercedes, Samsung, Sanofi etc. könnten in eine Stiftung Geld einbringen, die dann die Anwohner-Park-Genossenschaft mit der Pflege beauftragt und angemessen bezahlt. Dabei sollen möglichst viele Anwohner neue Arbeit finden. Es darf und soll aber auch ehrenamtliche Arbeit geleistet werden. Für den Spielplatz oder auch die Skateranlage die Pflege- und auch Instandhaltungskosten durch eine Art Schirmherschaft einzelner Firmen übernommen werden können. Bei entsprechend genehmigter Werbung für diese Firmen ist das vorstellbar.

Zur Stärkung der Bürgerbindung an "ihren" Park, sollte es möglich sein, verschiedenste Patenschaften z. B. für Skulpturen, Mobiliar, Spielgeräte, Sportzubehör, Bäume und andere Pflanzen (etwa Lotus/Seerosen für den Teich etc.)zu übernehmen. Der Pate (könnte natürlich auch ein Verein oder eine andere Gruppe sein)wird an entsprechender Stelle auf auf einem kleinen wetter- und UV-Licht-resistentem Schildchen vermerkt.

Es sollten zukünftige Entwicklungen SCHON JETZT in die Planung integriert werden (Trasse der S 21 und Verl. des Tiergartentunnels zum Kreuz Sch'berg), anstatt später den Park mit erneuten Geldaufwand wieder umzubauen



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Von: Moderation (wva)

09.11.2005 | 10:33
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