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Diskussionsbeitrag | 11.11.2005 | 12:42 | BUND Berlin e.V.

Diskussionsbeitrag Besondere Berücksichtigung naturschutzfachlicher Fragen bei der Ausgestaltung und Pflege des Parks

Der zu gestaltende Park im Gleisdreieck wird eine zentrale Lage in Berlin haben. Diese Lage prädestiniert den Park hinsichtlich seiner Vorbildfunktion sowohl gegenüber den Nutzern als auch aufgrund seiner biotopvernetzenden Lage.

Der zu gestaltende Park im Gleisdreieck wird eine zentrale Lage in Berlin haben. Diese Lage prä-destiniert den Park hinsichtlich seiner Vorbildfunktion sowohl gegenüber den Nutzern als auch aufgrund seiner biotopvernetzenden Lage zwischen Südgelände und Großem Tiergarten, als stadtökologisch optimierter Park angelegt zu werden. Hierbei ist die Eigenart und Vielfältigkeit der vorhandenen Vegetation zu bewahren und in die Parkgestaltung zu integrieren. Durch den Einbezug gewachsener Strukturen und das Zulassen und Aufgreifen natürlicher Sukzessionspro-zesse können die stadtökologischen Erfordernisse kostengünstig erreicht werden.
Aus didaktischen Gründen sollten kleine Areale erhalten werden, auf denen die unterschiedli-chen Stadien der Sukzession als Anschauungsobjekt und Naturerlebnisfläche erhalten werden bzw. durch langfristige Beobachtung nachvollzogen werden können. Gleichzeitig sollten ähnlich wie im BUGA-Park pädagogische Lernorte wie Schülergärten, Gartenarbeitsschule, Ausbildungs-stätte für Gärtnerlehrlinge oder eine Baumschule entstehen und einen festen Platz haben, damit das Engagement für eine Grünflächenpflege vor Ort erlernt werden kann. Der Betreiber einer solchen Einrichtung könnte beispielsweise auch ähnlich dem Bremer Bürgerpark die Parkgenos-senschaft Gleisdreieck werden.

Erhalt der Frischluftschneise

Der Erhalt des Nord-Süd-Grünzug von Tiergarten bis zum südlichen Stadtrand hat eine stadt-ökologische unverzichtbare Funktion als Frischluftschneise und daher eine große Bedeutung für das innerstädtische Klima. Schon die dichte Bebauung des Potsdamer und Leipziger Platzes führ-te zu einer starken Einschränkung des Luftaustausches. Die Prognose von 1993 wies hier auf eine Erhöhung der Jahresmitteltemperatur um 1 bis 2 Grad im gesamten Innenstadtbereich hin. Eine weitere Bebauung des Gleisdreiecks, besondere entlang der Dennewitz– und Flottwellstraße, würde ein zusätzliches Strömungshindernis in der Frischluftschneise darstellen. Aus diesem Grund ist das Gleisdreieck als Grünfläche und Kaltluftentstehungsgebiet zu erhalten und von weiterer Bebauung freizuhalten.






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Kommentare
???
(Kommentar von silke 11.11.2005 | 13:01)
Kann mir das mal jemand auf Deutsch übersetzen?

(Kommentar von Sandro 11.11.2005 | 13:42)
Also ich habe bis jetzt nichts von einer "Bebauung" gelesen, und kann mir auch nicht vorstellen, dass sich das einer der hier Anwesenden wünscht...?
Die ökologische Bedeutung zweifelt doch niemand an. Mal ganz davon abgesehen, dass der Britzer Garten (BuGa) ja nun nicht gerade sehr "natürlich" gestaltet ist.
Zwecks Umweltpädagogik würde ich eher vorschlagen, kleine Führungen für Schulklassen etc anzubieten, da allerdings auch die Berliner Waldschulen schon privatisiert wurden, kann ich mir hier eine staatliche Trägerschaft kaum vorstellen.


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Von: BUND Berlin e.V.

11.11.2005 | 12:42
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