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Diskussionsbeitrag | 11.11.2005 | 13:32 | BUND Berlin e.V.

Diskussionsbeitrag Kleingartenanlage, „Community Gardens“ und dezentrale Sportanlagen

Kleingartenanlagenerhalten, gemeinschaftliche Gartennutzung nach New Yorker Vorbild entwickeln,Sportanlagen sinnvollerweise dezentral verteilen.

Erhalt der Kleingartenflächen, Anlage von dezentrale Sportanlagen
Die in Schöneberg gelegene Kleingartenfläche sollte erhalten bleiben und bei Aufgabe einzelner Parzellen allmählich nach den Erfahrungen der „Community Gardens“ für gemeinschaftliche Gartennutzung entwickelt werden (z.B. Migranten). Das hier vom Senat geplante zentrale Sport-areal für alle drei angrenzenden Bezirke entspricht nicht den Erfordernissen der Fläche und der Zielvorstellung des BUND und der Aktionsgemeinschaft Gleisdreieck. Stattdessen sollten sinnvollerweise - dezentral verteilt - kleine Aktionsflächen mit Rasen angelegt werden, auf denen unorganisiert Freizeitsport aller Art betrieben werden kann. In Sportvereinen sind vorrangig Männer organisiert, Frauen bevorzugen mehr ‚weiche’ Sportarten wie Gymnastik, Tai Chi u.ä., für die sie keine wettbewerbstauglichen Felder nach DIN benötigen.


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Kommentare
Offene Strukturen
(Kommentar von Dietrich v. Tengg 11.11.2005 | 15:41)
Wenn eine Umwandlung der Kleingärten in "Community Gardens" angedacht wird, sollte der gleiche Gleiche Maßstab angesetzt werden, wir bei den Sportflächen: Dezentrale Verteilung und Offenheit für andere Benutzer.

Ansonsten hätte ich auch gern einen Garten dort (Ich würde ihn sogar mit meinen Kumpels teilen! Mit Kindern! Wir wohnen ganz in der Nähe, ohne Grün!)
Offenheit vs. Pflege    ( Aimo    11.11.2005 | 17:46)
Meistens ist es doch so, und wir Berliner sind da keine Ausnahmen, dass man für sein "Eigenes" keine Kosten und Mühe scheut, je größer die Zahl der Nutzer - auch unbekannter - ist, desto weniger fühlt man sich zuständig. Das ist als "Tragik der Allmende" bekannt.

Dass wenige privilegierte Kleingärtner ihre Gärten dann nach ihren Vorstellungen begärtnern und privat nutzen, ist in einer Großstadt wie Berlin in zentralen Lagen selten und normalerweise teuer - Raum ist hier kostbar, was ja schon die Diskussion zeigt, und es würde zu Ablösesummen kommen, die dem sozialen Gedanken des Kleingartenwesens widersprechen (schon für periphere Gärten legt man einige tausend Euro hin). Deshalb spreche ich mich auch gegen die Privilegierung Weniger aus.

Man sollte darüber nachdenken, ob lokale Gruppen wie Schulklassen, Altenvereine, Heime für entwicklungsgestörte o.ä. einige dieser Gärten weiterbewirtschaften können. Ein "gemeinnütziges Privileg" ließe sich besser begründen!
community gardens sind möglich
(Kommentar von luise 7 11.11.2005 | 20:19)
Vielleicht sind die meisten Leute nicht bereit, etwas zu gestalten, was nicht "ihrs" ist. Aber dennoch gibt es eben viele, die dazu sehr wohl bereit sind. Auch in Berlin gibt es Beispiele.
Auf dem spitzen Grundstück zwischen Oranien- und Skalitzer Straße hatten sich Anwohner einen wunderschönen Gemüsegarten gemacht, für alle zum Spazierengehen und Verweilen. Dann gab es Geld für einen Park und die Anwohner haben erreicht, dass noch bis zur Ernte gewartet wurde.
GRÖSSE AN DEN BEDARF ANPASSEN:
Es sollte Gelände für solche Initiativen zur Verfügung stehen, dessen Größe dann an den Bedarf angepasst werden kann. Auch Kindergruppen können ein Beet gestalten.


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Von: BUND Berlin e.V.

11.11.2005 | 13:32
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