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Hundeauslauf


3.6 Absatz des Ergebnisartikels

3.6 Hundeauslauf

Wenn ein Park für alle gestaltet werden soll, dann müsste dabei auch an die Hundebesitzer und genügend Raum für Hunde gedacht werden. Gleichzeitig sollen sich aber auch Menschen, die Hunde - insbesondere deren Hinterlassenschaften -nicht mögen, nicht gestört fühlen. Ideal wäre eine Einrichtung, die für mehr Dialog sorgt, um Vorurteilen zu begegnen. Von großem Interesse bei Hundehaltern wäre die Entstehung eines "Hundespielplatzes", mit Tunnel, Slalom, Cavaletti, Schwebebalken und anderen Fungility- Geräten. Dies wäre zum einen sicherlich von größerer Wirkung für die Öffentlichkeit, als eine Hundemeute auf einer kargen Wiese anzuschauen. Zum anderen würde sich hier mal eine wirklich neue Herausforderung für unterforderte Hunde und deren Besitzer bieten, man könnte erste Schnupperstunden in die Welt des Hundesports tun, ohne gleich in einen Verein eintreten zu müssen. Vorschläge zur Ausstattung: Die Geräte könnten aus Naturmaterialien angefertigt werden (z.B. dicke Baumstümpfe unterschiedlicher Höhen als Balancierübung zu einer Treppe aneinandergereiht, Strohballen, Findlinge), um sich besser in das Landschaftsbild zu integrieren. Für die Hundebesitzer ist es wünschenswert, auf scharfe Nutzungstrennungen und -abschirmungen zu verzichten, dabei sollen aber Menschen, die Hunde nicht mögen, sich auch nicht von den Tieren belästigt fühlen: So gab es den Vorschlag der Abtrennung durch einen Bachlauf von einem Kinderspielplatz. Dabei sollte der Kinderspielplatz erhöht sein, damit weder die Hunde noch die Kinder die Seite wechseln, die Hunde aber trotzdem beobachtet werden können. Zusätzlich könnte eine Hecke oder ein dezenter Zaun direkt an dem Bachufer des Kinderspielplatzes für Abgrenzung sorgen, um auszuschließen, dass kleine Kinder in das Wasser fallen. Gleichzeitig würde es wasserfreudigen Hunden eine weitere Möglichkeit zur Auslastung und Beschäftigung bieten. Damit die Hunde nicht über den Hundeauslauf hinaus schwimmen, könnte dieser durch eine Brücke und einen Zaun begrenzt werden, ähnlich wie im Friedrichshain. Der Kinderspielplatz könnte im Bogen um einen schattigen Platz mit Parkbänken für ältere Mitbürger umlaufen, die von hier aus Kinder und Hunde beobachten könnten. Außerdem wären Hunde, Kinder und der Bachlauf noch besser von Erwachsenen zu überblicken. Auch Picknicktische und genügend Mülleimer, die auch regelmäßig geleert werden, könnten diesen Platz bereichern. Denkbar wären auch einige "Lehrtafeln" am Rande des Hundeauslaufs, auf denen verschiedene Gesten und Verhaltensweisen der Hunde erklärt werden. Dies wäre gerade unter dem Aspekt des angrenzenden Kinderspielplatzes pädagogisch sinnvoll, da die Kinder ihr frisch erlangtes Wissen gleich in ihren Beobachtungen anwenden könnten. Dabei sollte aber auch ein Schild darauf hinweisen, dass Kinder bitte nur in Begleitung Erwachsener den Auslauf betreten sollten. Die Einrichtung einer "Hundetoilette" mit kompostierbarem Einstreu (z.B. Sand, Stroh oder Sägespäne) wäre sinnvoll, um dem Entsorgungsproblem Abhilfe zu verschaffen.

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