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Hauptstadt Berlin - 25 Jahre Parlaments- und Regierungsviertel


Übersichtkarte

Mit der Wiedervereinigung Deutschlands fasste der Deutsche Bundestag am 20. Juni 1991 den "Beschluss zur Vollendung der deutschen Einheit" und entschied sich für Berlin als künftige Hauptstadt eines wiedervereinigten deutschen Staates. Innerhalb kürzester Zeit galt es, die Arbeitsfähigkeit von Parlament und Regierung in der neuen Hauptstadt sicherzustellen und die Jahrzehnte lang getrennte Infrastruktur der ehemals geteilten Stadt zusammenzufügen.

Bereits zwei Jahre nach dem Hauptstadtbeschluss trat am 04. Juli 1993 die Verordnung Entwicklungsmaßnahme "Hauptstadt Berlin – Parlaments- und Regierungsviertel" in Kraft. Dieses planungsrechtliche Instrument der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme bildete die Grundlage für das gemeinsame Handeln von Bund und Land Berlin. Nachfolgende Entwicklungsziele wurden definiert:
  • Die gleichberechtigte Eingliederung von Parlament und Regierung, der Ländervertretungen und sonstiger Hauptstadtbezogener Institutionen in der Mitte Berlins
  • Die Integration der Bundeseinrichtungen in die historisch gewachsene und durch Vielfalt geprägte Stadtstruktur, um monofunktionale, "verödete" Bereiche zu vermeiden
  • Die Schaffung eines Parlaments der kurzen Wege durch Konzentration der Hauptstadtfunktionen auf die räumlichen Schwerpunkte Spreebogen und Spreeinsel
  • Der Hauptstadtbezogene Bau und Ausbau der Infrastruktur und die Verbesserung der ökologischen Struktur sowie
  • Der Ausbau und die Stabilisierung der Wohnungsversorgung

Wobei das oberste Ziel die räumliche Eingliederung von Parlament und Regierung, der Ländervertretungen und weiterer hauptstadtbezogener Institutionen in die historisch gewachsene und durch urbane Lebendigkeit geprägte Berliner Stadtstruktur war und ist. So entstand ein Parlamentsviertel der kurzen Wege im Herzen Berlins.
  Die Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH (DSK) unterstützt als treuhänderischer Entwicklungsträger Bund und Land Berlin bei der Umsetzung der insgesamt 474 Einzelprojekte mit einem Gesamtfinanzvolumen von knapp 580 Mio. Euro.