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Aktuelles


Marita Kunicke vom BA Spandau erklärt dem Publikum das weitere Prozedere. Im Bild rechts: Tina K.
Architektin Kristina Hack nimmt die Wünsche des Parkrates auf.
Mit Herzblut diskutieren die Anwesenden über die Inhalte des künftigen Jonny-K.-Aktivparks.

Jonny-K.-Aktivpark: Erfolgreicher Auftakt für den Parkrat

Der Parkrat will helfen, den Park zwischen Brunsbütteler Damm und Heerstraße mit Leben zu füllen
Oktober 2019

Das hätte Jonny K. garantiert gefallen: Das Quartiersbüro Heerstraße ist entgegen aller Erwartungen an diesem ersten, völlig verregneten Oktoberabend „pickepackevoll“ – und die Leute im Alter von 15 bis 70 diskutieren über gemeinsame Aktionen für und mit Jugendlichen. Jonny K., der 2012 im Alter von nur 20 Jahren am Alexanderplatz ums Leben kam, wohnte früher gleich nebenan und hätte sich bestimmt auch in die Liste für den neuen Parkrat eingeschrieben.

Dieser Zusammenschluss Ehrenamtlicher will in den nächsten Jahren mit den Akteuren im Gespräch bleiben und mit darauf achten, dass der künftige Jonny-K.-Aktivpark die in ihn gesetzten, hohen Erwartungen erfüllt. Die Freizeit- und Sportfläche soll nämlich ein Begegnungsort der Generationen werden und das Miteinander der Kulturen fördern: nicht mehr und nicht weniger.

Zu Beginn stellt sich Kristina Hack von geskes.hack Landschaftsarchitekten vor. Das Büro wurde mit der Planung des Aktivparks beauftragt und hat viel Erfahrung mit ähnlich gelagerten Projekten. Kristina Hack will nun mit dem neuen Parkrat klären, welche der vorgeschlagenen Optionen tatsächlich Priorität haben in der nun folgenden nächsten Planungsphase. Anschließend fasst Marita Kunicke vom Straßen- und Grünflächenamt des Bezirkes die bisherigen Abläufe zusammen, um alle auf denselben Stand zu bringen. So hatten 2018 Akteure und interessierte Nachbarn auf Bürgerveranstaltungen Ideen für die Fläche zwischen Lutoner Straße und Egelpfuhlgraben erarbeitet, die in eine Machbarkeitsstudie flossen. Deren Ergebnis präsentierte das Architekturbüro bgmr Ende 2018 wiederum öffentlich. Dass bis zur tatsächlichen Eröffnung noch einige Zeit ins Land geht, bedauert Marita Kunicke, kann es aber nachvollziehbar begründen.

Für die Bewohnerinnen und Bewohner ist dieses Projekt sowieso eine große Herzenssache. So verbindet eine ältere Nachbarin nur gute Erinnerungen mit dem Park und wünscht sich, dass auch die Urenkel dort noch ihre Freunde treffen. Tina K., die Schwester des Namensgebers, ergänzt, der Park solle ein Ort sein, wo Jugendlichen etwas fürs Leben lernen, denn Beteiligung höre nicht auf, wenn der Park gebaut sei. Die Stimme der Jugendlichen müsse auch weiterhin Gewicht haben. Die jungen Streetworker aus dem Kiez sehen das genauso. Sie trauen den jungen Menschen zu, dass diese ihren Park mit Leben füllen und ihn erhalten.

Stefan Pasch, Fachbereichsleiter im Grünflächenamt Spandau und Initiator des Parkrates, freut sich über dieses starke Interesse und hofft, dass bei den nächsten Treffen wieder so viele bekannte und auch neue Gesichter dabei sind. Am 14. November tagt der Rat ein weiteres Mal, um die konkreten Skizzen der Landschaftsarchitektin zu diskutieren. Eine große öffentliche Präsentation gibt es knapp zwei Wochen später: am Mittwoch, den 27. November um 18 Uhr, voraussichtlich in der Carlo-Schmid-Oberschule.

Von: B. Gericke / Redaktion Stadtumbau