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    Städtebau  
 

Campus Weißensee

Luftbild: Dirk Laubner
Campus Weißensee / Schrägluftbild mit Markierung des Projektgebiets; Foto: Dirk Laubner
Die Fläche für den Campus Weißensee liegt an der Bühringstraße 30 in Berlin-Pankow. Hier soll ein lebendiger Ort der Wissenschaft, der Kreativität und des Austauschs entstehen, der im Zusammenspiel mit der Nachbarschaft genutzt wird. Hier wird sich die Kunsthochschule Berlin-Weißensee erweitern und ihre dezentralen, bisher angemieteten, Standorte zusammenführen. Darüber hinaus sollen Wohnraum für Studierende, Atelier- und Arbeitsplätze für Kunstschaffende sowie Räume für weitere kreative und soziokulturelle Nutzungen wie ein Gründungszentrum oder Stadtteilinitiativen entstehen. Auch eine öffentliche Kantine und neue, grüne Freiräume sind geplant.

Das Wort „Campus” ist eng mit Hochschulen verbunden, bedeutet auf Latein aber ursprünglich „freies Feld” oder „freier Platz”. In diesem Sinne soll der Campus Weißensee Raum für ganz unterschiedliche Menschen bieten, um sich zu versammeln, zu begegnen und den Ort gemeinsam zu prägen. Das Projekt hat insofern Pilotcharakter, als auf einer relativ kleinen Fläche eine Vielzahl von Nutzungen kombiniert und ein neues Zusammenleben von Hochschule und Nachbarschaft erprobt werden sollen, aus der Synergieeffekte entstehen.

Für die bisher bestehende Kleingartenanlage wird in Abstimmung mit dem Bezirksverband der Kleingärtner Berlin-Weißensee e.V. Ersatz geschaffen.

Stimmen zum Projekt





„Seit 2011 sind wir auf der Suche nach Lösungen, mehr Raum für die Kunsthochschule Weißensee zu schaffen. Die einzige Möglichkeit, die sich erschloss, war die Erweiterung auf dem Kleingartengelände in der Nachbarschaft. Ich bin überzeugt davon, dass wir mit der Erweiterung eine Idee, eine Vision realisieren werden, wie die Hochschule in der Zukunft aussehen kann, die gleichzeitig aber auch eine Erinnerung an das frühere Kleingartenareal ermöglicht.

Wenn wir erweitern, heißt das, dass wir hier auch einen Kommunikationsort in Zukunft für Interessierte, für Besucherinnen und Besucher, für die Nachbarschaft haben werden. Einen vergleichbaren Begegnungsort mit hoher Aufenthaltsqualität, an dem man sich mit künstlerischen, gestalterischen und theoretischen Fragen auseinandersetzen kann, die unsere Gegenwart und Zukunft bestimmen, gibt es hier in der Gegend bisher nicht.”

Leonie Baumann, Rektorin der Kunsthochschule Berlin-Weißensee



„Wir freuen uns sehr, zu diesem tollen Projekt der Erweiterung des Campus Weißensee mit beizutragen. Mit dieser Erweiterung versuchen wir, das studentische Wohnen mit dem akademischen Leben zusammenzubringen und natürlich auch einen öffentlichen Raum zu schaffen, der ein neues Zentrum für diesen Bereich von Weißensee sein soll.

Unser Ziel in dem Verfahren ist es dabei, einen offenen Campus zu entwickeln. Wir wollen einen Anlaufpunkt für die Bürgerinnen und Bürger vor Ort schaffen, der eine hohe Aufenthaltsqualität bietet. Wir wollen auch das Kleingartenthema aufnehmen und weiterentwickeln und damit viel Freiraum und Grün schaffen, so dass die vorhandenen Qualitäten nicht nur aufgenommen, sondern auch weiterentwickelt werden und sich positiv mit der Hochschule und dem Campus verbinden lassen.”

Sebastian Scheel, Staatssekretär für Wohnen in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen



„Es ist bedauerlich, mit der KGA „Hamburg” eine 100-jährige Kleingartentradition aufgeben zu müssen. Aber man muss nicht nur traurig sein: Es gibt eine erfreuliche Perspektive, dass dieses Ende nicht absolut ist und die Kleingärtner in dem Ersatzstandort in der Hansastraße ein schönes neues Zuhause finden werden.

Wir hoffen, dass sich die Verbindung zwischen Kultur und Kleingarten im Campus Weißensee verstetigen und zu einer noch größeren Akzeptanz von Kleingärten als Kulturgut dieser Gesellschaft führen wird.”

Holger Thymian, Vorsitzender des Bezirksverbands Weißensee der Kleingärtner e.V.


Die Ziele


Mit dem Campus Weißensee soll die Stadt gemeinwohlorientiert gestaltet werden. Übergeordnete Ziele sind,
  • mit der Erweiterung und Standortzusammenführung der Kunsthochschule Weißensee zu einer dynamischen und nachhaltigen Entwicklung der Hochschule selbst sowie des Wissenschafts- und Kreativstandortes Berlin beizutragen,
  • wohnungssuchenden Studierenden, Künstler*innen und weiteren kreativ und soziokulturell Aktiven in der wachsenden Stadt Räume zu schaffen sowie
  • für die bestehenden Nachbarschaften eine Bereicherung durch die Öffnung der Fläche sowie neue, attraktive öffentliche Angebote zu bieten.
Der Campus Weißensee soll geprägt sein durch folgende Charakteristika:
  • Lebendigkeit und Vielfalt: Die Erdgeschosse der neuen Gebäude sollen durch kreative und soziokulturelle Nutzungen, durch lokales Kleingewerbe oder quartiersorientierte Gastronomie möglichst öffentlich gestaltet werden – mit einladenden Gebäuden und Übergängen in den öffentlichen Raum. Auch die Räume und Angebote der Hochschule sollen der Öffentlichkeit zu verschiedenen Anlässen offenstehen.
  • kompakte und anspruchsvolle Architektur: Aus ökologischen Gründen, angesichts der Flächennachfrage in Berlin sowie der zentralen Lage und guten Erschließung des Standortes wird eine hohe Ausnutzung der Fläche in Bezug auf die städtebauliche und die Nutzungsdichte angestrebt. Dabei sollen Gebäude und öffentliche Räume mit einem hohem (landschafts-)architektonischem Anspruch geschaffen werden. So soll ein lebendiger Ort mit hoher Aufenthaltsqualität für die bestehenden sowie zukünftigen Nachbarschaften im Umfeld entstehen.
  • grüne und vernetzte Freiräume: Anstelle von individuell genutzten Kleingärten lädt zukünftig eine öffentliche Grünfläche, die schon vorhandene Qualitäten aufgreift, zu vielfältigen Aktivitäten ein. Der Campus Weißensee soll Bezüge zu den in der Umgebung bestehenden Raum- und Grünstrukturen herstellen, zwischen diesen vermitteln und sie weiterentwickeln. Stadtklimatische und ökologische Aspekte nehmen dabei einen hohen Stellenwert ein.
  • nachhaltige Bauweise und Infrastruktur: Die neue Bebauung soll klimaneutral und soweit möglich mit ökologischen Baustoffen erfolgen. Bei der Entwicklung der Räume wird darauf geachtet, dass diese flexibel, multifunktional und barrierefrei gestaltet werden. Bei der Be- und Entwässerung, der Energieversorgung und der Müllentsorgung soll eine lokale Kreislaufwirtschaft gefördert werden. Im Sinne der Mobilitätswende soll sich die verkehrliche Erschließung darauf konzentrieren, ideale Bedingungen für den Fuß- und Radverkehr zu schaffen.

Das Verfahren


In Kürze werden die vier Projektpartner*innen – die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, die Senatskanzlei – Wissenschaft und Forschung, der Bezirk Pankow und die Weißensee Kunsthochschule Berlin – eine gemeinsame Vereinbarung unterzeichnen, in der geregelt ist, wie die Planung über die nächsten Jahre ablaufen wird (Verantwortlichkeiten, Finanzierung etc.).

Erste Baumaßnahmen für den Campus Weißensee sind frühestens 2025 zu erwarten. Zunächst werden Bebauungspläne für den Campus Weißensee sowie für den Ersatzstandort der Kleingartenanlage aufgestellt und dafür zahlreiche Untersuchungen (zu Ökologie, Lärm etc.) durchgeführt. Parallel findet die städtebauliche und später dann die architektonische Konzeption statt.
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Ihre Meinung ist gefragt!

Beteiligung noch bis diesen Sonntag

Bringen Sie Ihre Anregungen ein, wie der Campus Weißensee gestaltet werden soll - an einer Infostation vor der Kunsthochschule Berlin-Weißensee oder online hier

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Städtebauliche Entwürfe

Von Mai bis August 2020 erstellen drei Planungs- und Architekturbüros städtebauliche Machbarkeitsstudien für den Campus Weißensee. mehr