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    Städtebau  

 

Soziale Stadt, Quartiersmanagement

Forschungsprojekte


Das Programm Soziale Stadt arbeitet mit verschiedenen Partnern an drei Forschungsprojekten, die hier vorgestellt werden.

Auftaktveranstaltung des Forschungsprojekts "INTERPART" im November 2018
Auftaktveranstaltung des Forschungsprojekts "INTERPART" im November 2018
Foto: Projekt INTERPART

INTERPART

Interkulturelle Räume der Partizipation

Projektantrag in der BMBF-Maßnahme "Migration und gesellschaftlicher Wandel" im Rahmen des Forschungsrahmenprogramms "Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften", Themenfeld II: Diversität und institutioneller Wandel

Das Projekt INTERPART "Potenziale von Online-Diensten und sozialen Medien für die interkulturelle Öffnung von Stadtplanungs- und Stadtentwicklungsprozessen" wird von der Fakultät Raumplanung der Technischen Universität Dortmund unter der Leitung von Dr. Sandra Huning koordiniert. Partner sind das Design Research Lab der Universität der Künste Berlin, die Landeshauptstadt Wiesbaden, das Büro UrbanPlus Stadtforschung / Urbane Projekte / Moderation sowie die Zebralog Agentur für crossmediale Bürgerbeteiligung.

Das Projekt erforscht das Potenzial einer Institutionalisierung von Online-Diensten und sozialen Medien in Beteiligungsprozessen der kommunalen Stadtplanung und -entwicklung, um damit einerseits die demokratische und soziale Teilhabe von Zuwanderern zu erhöhen und andererseits einen institutionellen Wandel anzustoßen, der diese Prozesse für vielfältige Bevölkerungsgruppen inklusiver und demokratischer macht. Es entwickelt, erprobt und evaluiert in Form eines Reallabors in Berlin und der Stadt Wiesbaden Online-Verfahren und Werkzeuge, um Zugewanderte stärker in Stadtentwicklungsprozesse einzubinden. Die Erfahrungen werden in wissenschaftlichen Publikationen und in einem Handbuch für andere Kommunen aufbereitet, so dass die entwickelten Verfahren und Erkenntnisse auch für die Einbindung weiterer technikaffiner Gruppen, die bislang in Stadtentwicklungsprozessen unterrepräsentiert sind, bzw. einer breiteren Öffentlichkeit genutzt werden können. Erforscht werden neben den Chancen und Grenzen der Institutionalisierung sozialer Medien und Online-Dienste (z.B. mit Blick auf Technik, Sprache, Verwaltungsabläufe und Personalkapazitäten) die Potenziale für die Entstehung interkultureller Dialogräume, die Folgen für die demokratische Qualität von Partizipations- und Planungsprozessen sowie kritische Fragen des Datenschutzes.

Praxispartner in Berlin ist die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, Programm Soziale Stadt / BENN.

Ansprechpartnerin: katja.adelhof@sensw.berlin.de
Weitere Informationen: www.interpart.org


EdiCitNet

Edible Cities Network – Integrating Edible City Solutions for a social, resilient and sustainably produktive Cities

Berlin übernimmt seit September 2018 eine aktive Rolle in dem Forschungsprojekt EdiCitNet. Schwerpunktthema ist die Stärkung von sozial benachteiligten Quartieren durch Lösungen der essbaren Stadt, wie beispielsweise Nachbarschaftsgärten.
Weitere Informationen


SiQua

Sicherheitsanalysen und -vernetzung für Stadtquartiere im Wandel

Zuwanderung und Migration prägen derzeit im hohen Maße die Gesellschaften wachsender Städte. Hier setzte das Forschungsprojekt SiQua (Laufzeit Juli 2018- Juni 2021) an und untersuchte drei deut-schen Großstädten (Berlin, Dresden und Essen) in einer vergleichenden Studie empirisch. Forschungs-gegenstand waren die erlebte (subjektive) sowie die anhand von Indikatoren operationalisierte Sicher-heit (z.B. Polizeifallzahlen) der ansässigen wie zugewanderten Bevölkerung sowie das Handeln von Sicherheitsbehörden und Kommunen. In Berlin wurden Fallstudien in Neukölln (Sonnenallee, Ring-bahntrasse und Buckow/Gropiusstadt), Friedrichshain-Kreuzberg (Boxhagener Platz) und Mitte (Wed-ding-Zentrum) durchgeführt.
Zentrale Erkenntnis von SiQua war, dass das subjektive Sicherheitsempfinden in Stadtquartieren zwar durch die Heterogenität der Bewohnerschaft beeinflusst wird, Personen mit Fluchthintergrund jedoch keinen expliziten Faktor darstellen. Darüber hinaus fallen das subjektive Sicherheitsempfinden, die er-lebte Viktimisierungserfahrung sowie die polizeilich erfassten Straftaten stark auseinander.
Fest steht, dass eine Verbesserung der Sicherheit in Stadtquartieren ein gutes Zusammenspiel aus der Arbeit staatlicher und nichts-staatlicher Sicherheitsakteure erfordert. Innovative Konzepte zur Stärkung und Fokussierung der Zusammenarbeit und zum Kompetenzausbau von Sicherheitsakteuren wurden gemeinschaftlich vor Ort entwickelt und in einem Handbuch aufgearbeitet.

Das Forschungsprojekt wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und durch die Deutsche Hochschule der Polizei in Münster unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Görgen koordiniert.
Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, Programm Sozialer Zusammenhalt/Soziale Stadt war assoziierter Partner.

Weitere Informationen: si-qua.de
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