Städtebau  
 

Nichtoffener, kooperativer Gestaltungswettbewerb für Künstler*innen in Zusammenarbeit mit Landschaftsarchitekt*innen oder Gestalter*innen in Zusammenarbeit mit Künstler*innen und Landschaftsarchitekt*innen mit vorgeschaltetem offenem Bewerberverfahren
"Jüdischer Garten in den Gärten der Welt, Berlin Marzahn-Hellersdorf"

Ergebnis


1. Preis
Kunst:
Verfasser/in: Manfred Pernice

Weitere Künstlerinnen / Künstler:
Verfasser/in: Wilfried Kuehn
Mitarbeiter/in: Margherita Fanin

Landschaftsarchitektur:
Verfasser/in: atelier le balto landschaftsarchitekten, Marc Pouzol
Mitarbeiter/in: Véronique Faucheur, Nil Lachkareff, Bérengère Chauffete

 
2. Preis
Kunst:
Verfasser/in: Mag. Art Catherine Ludwig

Landschaftsarchitektur:
Verfasser/in: DnD Landschaftsplanung ZT KG
Sabine Dessovic & Anna Detzlhofer
Mitarbeiter/in: Rita Engl, Roland Plachy,
Roland Barthofer, Anja Eredics

 
3. Preis
Kunst:
Verfasser/in: Hila Cohen Schneiderman

Weitere Künstlerinnen / Künstler:
Verfasser/in: Yael Moria Klain

Landschaftsarchitektur:
Verfasser/in: Topotek1 Gesellschaft von Landschaftsarchitekten*innen
Mitarbeiter/in: Martin Rein-Cano, Daniel Ciepelinski

 

Das Preisgericht empfiehlt einstimmig, den 1. Preis zur Grundlage der Bearbeitung zu machen.

Für die weitere Bearbeitung sind folgende Empfehlungen des Preisgerichts zu beachten:

  • Die Bezüge zur jüdischen Kultur sollten deutlicher herausgearbeitet werden, damit der Garten nicht wie ein herkömmlicher, unspezifischer Zier- oder Nutzgarten erscheint. Die von den Verfassern vorgesehene Beschilderung der Pflanzen allein wird als nicht ausreichend bewertet. Es ist ein edukatives Konzept inkl. der dafür erforderlichen infrastrukturellen und technischen Voraussetzungen zu entwickeln.
  • Die Einbindung des Entwurfs in das gestalterisch-räumliche Gesamtkonzept der Gärten der Welt ist zu qualifizieren. Insbesondere die räumliche Fassung sowie die Materialität sind hinsichtlich des hohen Standards der bereits vorhandenen Anlagen zu optimieren. Für die Gesamtanlage ist die entsprechende technische Infrastruktur vorzusehen.
  • Verschiedene Strukturen des Entwurfs gehen über die Dimensionen des Suchraums, der im Wettbewerb vorgegeben war, hinaus. Die räumliche Ausdehnung des Gartens ist hinsichtlich einer stärkeren Konzentration auf das Kerngebiet zu optimieren.
  • Das Konzept der skulpturalen Architekturen (‘Pavillons‘) ist inhaltlich nutzungsbezogen und gestalterisch zu schärfen. Die Kleinarchitekturen sollen als gestalterisch und räumlich starke Objekte wahrgenommen werden. Das Erfordernis von infrastruktureller Anbindung (Versorgungsleitungen) ist in diesem Zusammenhang zu prüfen.
  • Der Pflege- bzw. Unterhaltungsaufwand ist zu überprüfen. Laut Entwurfskonzept sollen neben der gärtnerischen Betreuung auch Verwaltungstätigkeiten sowie wissenschaftliche Tätigkeiten durchgeführt werden, ergänzend sind Veranstaltungen vorgesehen. Für diese drei inhaltlich unterschiedlichen Ebenen ist jeweils ein organisatorisch und finanziell realistischer Ansatz herauszuarbeiten.
  • Der im Entwurf vorgeschlagene spezifische Planungsprozess benötigt einen klar definierten zeitlichen und baulichen Endpunkt. Zudem sollte ein klar umrissenes Ziel des Prozesses definiert werden, um das Ende des Projektes nicht gänzlich offen zu lassen. Es ist ein Ausblick auf die Inhalte und Schwerpunkte des Jüdischen Gartens für die Folgejahre aufzuzeigen.