Städtebau  
 

Nichtoffener Realisierungswettbewerb für Architekten/innen als Generalplaner/innen mit Landschaftsarchitekten/innen und Tragwerksplaner/innen
"Institut für Lebensmittelsicherheit und -hygiene auf dem Campus Düppel
Freie Universität Berlin, Berlin Steglitz-Zehlendorf"

Ergebnis: 1. Preis, zur Grundlage für die weitere Realisierung empfohlen


1. Preis:
43.000,- Euro
  Architektur: wulf architekten gmbh, Stuttgart
Verfasser: wulf architekten
Mitarbeit: Gabriel Wulf, Jaime Jimenez Barragan, Farah Naser

Landschaftsarchitektur:
Planstatt für Landschaftsarchitektur und
Umweltplanung, Überlingen
Verfasser: Johann Senner
Mitarbeit: Johann Senner, Thilo Nerger

Tragwerksplanung:
Mayr | Ludescher | Partner, Stuttgart
Verfasser: Guido Ludescher
Mitarbeit: Matthias Jenz

Sonderfachleute / Berater:
Modell: Architektur-Modellbau-Gestaltung, Esslingen, Béla Berec
TGA: Scholzejaeger GmbH, Stuttgart, Hans-Ulrich Jaeger
Rendering: Brutal Delikat | Visual Narrative, Raul Torres Martin



Beurteilung durch das Preisgericht:

Die Verfasser schlagen ein niedriges, 1,5-geschossiges Gebäude vor, das sich als Solitär an die städtebauliche Figur des Bestandes anfügt. Weil sehr flächig, fügt es sich durch seine Volumetrie gut in den Landschaftsraum ein. Der aufgelöste Sockel und der massive obere Teil des Gebäudes können als Übersetzung der angrenzenden Bestandsgebäude (z. B. von Haus 26) gelesen werden. Durch die Transparenz, die Tiefe des Gebäudes, die Masse und ihre Auflösung, geht das Gebäude eine besondere Beziehung zum gebauten Bestand und dem Naturraum ein.

Mit den beiden Innenhöfen und deren Verhältnis zum Umraum entsteht eine offene, lichte Atmosphäre. Die vielfältigen Sichtbeziehungen im Gebäude, sowohl von den Arbeitsplätzen wie auch von den Erschließungszonen, schaffen einen kommunikativen Charakter der Struktur.

Die vorgeschlagene Skelettstruktur erlaubt eine flexible Raumeinteilung. Die über den Eingang organisierte 2-hüftige Raumstruktur ermöglicht einen pragmatischen Umgang mit den Erschließungsflächen und führt zu einem guten Verhältnis von Geschoß- zu Nutzfläche. Die zusammenhängenden Laborflächen funktionieren im Sinne der Auslobung optimal. Die Labore, die dienenden Räume und die Zugänge lassen ein hohes Maß an Flexibilität für diese Bereiche erkennen. Der umlaufende Flur stellt zusammen mit den Innenhöfen eine informelle Kommunikationszone dar.

Sämtliche Kennzahlen, die Auskunft über die Realisierbarkeit geben, liegen im unteren Bereich und lassen Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und die Einhaltung des Kostenrahmens als plausibel erscheinen. Auch die Genehmigungsfähigkeit müsste auf Grund der geringen Gebäudehöhe gegeben sein.

Die große Hüllfläche des Gebäudes sollte durch eine thermisch hochwertige Fassade kompensiert werden. Die vorhandene Dachneigung von 20° erlaubt eine Begrünung bei gleichzeitiger Anordnung einer Photovoltaikanlage. Mit der vorgeschlagenen Konstruktion erreicht das Gebäude einen Energiebedarf im mittleren Bereich.

Modell © H.-J. Wuthenow
Modellfoto
© Fotograf H.-J. Wuthenow

Außenperspektive
Außenperspektive

Innenperspektive
Innenperspektive

Ansicht
Ansicht

Schnitt
Schnitt

Fassadenansicht
Fassadenansicht

Lageplan
Lageplan

Grundriss EG
Grundriss EG