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    Bauen  

 

Ökologisches Bauen - Ökologische Gesamtkonzepte / Ökologische Bausteine

Baustein Baustoffe


Baustein Baustoffe - Beispiele
 
Die Weiter- und/oder Umnutzung vorhandener Gebäude ist ein wesentliches Element ökologischen Bauens.
Bei der Planung und Bauausführung sollen nur Materialien und Bauteile vorgesehen bzw. verwendet werden, die hinsichtlich Gewinnung, Transport, Verarbeitung, Funktion und Beseitigung eine hohe Gesundheits- und Umweltverträglichkeit sowie eine hohe Lebensdauer aufweisen. Baustoffe sollten recyclingfähig oder verrottbar sein.

Beschaffung und Umwelt

Um ökologische Erwägungen bei der Beschaffung zu berücksichtigen und die Umweltbelastungen zu reduzieren, wurde die Berliner Verwaltungsvorschrift "Beschaffung und Umwelt" in Kraft gesetzt.
Das Internetangebot enthält ein umfangreiches Service- und Informationsangebot.

Datenbanken

Datenbanken zur ökologischen Baustoffwahl werden durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) angeboten.

WECOBIS: Planungs- und Ausschreibungshilfe mit materialökologischen Anforderungen

Ökobau.dat: Datenbasis für ökologische Bewertungen von Bauwerken

Trinkwasser-Installation

Mit der 2. Änderungsverordnung der Trinkwasserverordnung (TrinkwV 2001) vom Dezember 2012 und der damit verbundenen Neuregelung des § 17 TrinkwV 2001 hat das Umweltbundesamt die Aufgabe übertragen bekommen, verbindliche Anforderungen an Materialien und Werkstoffe im Kontakt mit Trinkwasser in Form von Bewertungsgrundlagen festzulegen:
www.gesetze-im-internet.de/trinkwv_2001

Für metallene Werkstoffe im Kontakt mit Trinkwasser wurde die entsprechende Bewertungsgrundlage am 10.04.2015 veröffentlicht. Diese Metall-Bewertungsgrundlage enthält unter anderem eine Positivliste der trinkwasserhygienisch geeigneten metallenen Werkstoffe:
Weitere Informationen auf der Webseite des Umweltbundesamtes

Die Vorgaben der Bewertungsgrundlage für metallene Werkstoffe im Kontakt mit Trinkwasser gelten ab dem 10.04.2017 nach zweijähriger Übergangsfrist rechtsverbindlich für die Neuerrichtung oder Instandhaltung von Anlagen für die Gewinnung, Aufbereitung oder Verteilung von Trinkwasser.
Die Bewertungsgrundlage für Email und keramische Werkstoffe im Kontakt mit Trinkwasser wird dieses Jahr veröffentlicht. Außerdem wird eine Bewertungsgrundlage für organische Materialien im Kontakt mit Trinkwasser sowie für zementgebundene Werksstoffe erarbeitet. Bisher gelten für organische Materialien entsprechende Leitlinien des Umweltbundesamtes.

Neben den hygienischen Anforderungen müssen die Bauteile der Wasserversorgungsanlagen auch technische Ansprüche erfüllen. Die Einhaltung der Anforderungen kann durch ein Zertifikat eines für den Trinkwasserbereich akkreditierten Zertifzierers erbracht werden.
Weitere detaillierte Informationen finden Sie hier:
www.umweltbundesamt.de/themen/wasser/trinkwasser/trinkwasser-verteilen/bewertungsgrundlagen-leitlinien

Stoffeinträge in die lokale Umwelt aus Gebäuden und Bauprodukten



Archiv


Verwendungsverbote und Verwendungsbeschränkungen von Baustoffen wurden in verschiedenen Rundschreiben dokumentiert.
Mit Inkrafttreten der "Verwaltungsvorschrift Beschaffung und Umwelt" (VwVBU) zum 1.1.2013 wurden verschiedene Rundschreiben zum Thema außer Kraft gesetzt.

"Besondere ökologische Anforderungen" in den Richtlinien für den öffentlich geförderten sozialen Wohnungsbau in Berlin - Wohnungsbauförderungsbestimmungen 1990 - WFB 1990

Bereits 1990 wurden in den Richtlinien für den öffentlich geförderten sozialen Wohnungsbau in Berlin "Besondere ökologische Anforderungen" definiert, die bei der Planung der Wohngebäude im Sinne des ressourcenschonenden und umweltverträglichen Bauens zu berücksichtigen waren. Damit hatte Berlin sowohl für den Wohnungsneubau als auch für die Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen im Rahmen der Stadterneuerung bundesweit beachtete Vorgaben gesetzt.

Auszug:
"Nicht verwendet werden dürfen
  • asbesthaltige Baustoffe
  • unter Einsatz von Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW, HFCKW, CFC, HFA, FCK) hergestellte Baustoffe, insbesondere Schaumdämmplatten und Ortschäume,
  • Bauteile aus Tropenhölzern, es sei denn, die Herkunft der Hölzer aus geordneter Plantagen- oder Forstwirtschaft wird eindeutig nachgewiesen,
  • folgende Bauteile aus Polyvinylchlorid (PVC):
    ab 1. Januar 1992 Zu- und Abwasserleitungen, Fußbodenbeläge, Tapeten und Kleinbauteile im Wohnungsinnenbereich,
    ab 1. Januar 1995 Fenster- und Türprofile sowie Beschläge aus Aluminium, ausgenommen der Einsatz von Aluminiumbauteilen ist aus statischen, konstruktiven oder gestalterischen Gründen unabweisbar.
Es sind Baustoffe vorzusehen, die mit dem geringst möglichen Einsatz und Gehalt von Formaldehyd hergestellt sind. Die Ausgleichskonzentration für Formaldehyd darf bei Verbundprodukten 0,1 ppm, ab 1. Januar 1993 0,05 ppm im Prüfraum nicht überschreiten.

Beim vorbeugenden Holzschutz sind vorrangig alle konstruktiven Maßnahmen auszuschöpfen. Der Einsatz chemischer Mittel ist auf das notwendige Minimum zu beschränken und nach Möglichkeit zu vermeiden. Werden fixierende Holzschutzmittel verwendet, sollen diese arsen- und chromfrei sein. Wenn sichergestellt ist, dass das Holz vor Regen und Spritzwasser ständig geschützt ist, können Borsalzpräparate eingesetzt werden.
Es sind umweltverträgliche, lösemittelarme Oberfächenbehandlungs-, Anstrich- und Klebstoffe sowie Lacke vorzusehen mit dem Umweltzeichen für "schadstoffarme Lacke" zu verwenden."